Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

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Schlagwort-Archiv: Kommunalwahl

Hier kommt Kurth…wer bitte?

Hallo liebe nach dem richtigen OB suchende Kölner und sonstige Hausmeistergemeinde,

da haben wir den Salat, das kommt heraus, wenn sich Kommunalpolitiker ein Beispiel in Sachen Wahlkrampf an ihren großen Politikervorbildern im Bundestagswahlkrampf nehmen: Ein rappender OB-Kandidat im Kölner KlüngelKommunalwahlkampf !

Kannten sie bisher Peter Kurth, nein, macht nix, ich auch nicht. Aber jetzt wird man ihn durch dieses Video kennenlernen:

Herr Kurth eine typische Parteikarriere, ein Mann, den niemand in der großen Politikwelt haben wollte. Zuerst Aufstieg in der CDU, vom Staatssekretär beim damaligen Finanzsenator Pieroth in Berlin, später selbst zum Finanzsenator berufen. Dann der große Sturz nach dem Bruch der großen Koalition in Berlin in die Abgeordneten- und Parteienversenkung. Bis jetzt nix mehr gehört und jetzt belästigt er den Wähler in Köln als OB-Kandidat mit einem Rapper-Video der schlechtesten Art.

Hier kommt Kurth, also der Peter und weil man in Kölle bei der CDU keinen Besseren gefunden hat, der auch wollte, nimmt man ihn als OB-Kandidaten. Ich sage in diesem Fall mal ganz bös, nicht weil er die erste Wahl war, sondern weil er einen Vorteil hat, um in Köln auch für die doch sonst so konservative CDU punkten zu können. Mit Peter Kurth rechnet sich die CDU bestimmt bei der Kommunalwahl eine beachtliche Anzahl an Wählerstimmen aus, die man sonst mit einem typischen CDU Kandidaten nicht bekommen würde. Aber auch einen Mann, der seit Jahren nichts mehr mit dem Rheinland und noch viel weniger mit Köln zu tun hat. Mal schauen, ob der Plan aufgeht.

Das Video ist der dümmste Wahlgag, den mir bisher ein Politiker serviert hat. Solch einen Menschen kann man doch nicht ernsthaft wählen, aber muss ich ja zum Glück auch nicht, da ich in Köln schon lange nicht mehr fege.

Und dann bewegt er in dem Video auch nur die Lippen und singt noch nicht mal selbst. Nun gut, da eilt das Video wohl seinem Ruf voraus. War Herr Kurth doch schon immer dafür bekannt, nicht durch eigene Ideen zu glänzen, sondern Sachen zu machen, die ihm andere auftragen.

Also dann doch wieder passend für den Kölner Klüngel.

In diesem Sinne noch einen hausmeisterlichen Tag

Karl Keule©

„KeulenKalle©“

Und weiter geht es…Hauen und Stechen Folge 2

Guten Tag liebe Meenzer NachDerWahlIstVorDerWahlHausmeistergemeinde,

und weiter geht es in der PostWahlkampfschlacht der beiden großen Wahlverlierer CDU und SPD. Oh Entschuldigung, es ist ja gar kein Wahlkampf mehr, also muss ich nach einer anderen Erklärung suchen, warum sich Herr Ebling von der SPD schon jetzt so verhält, als wolle keiner mehr mit ihm spielen und als würde die Gemeinde
sagen „Ebling, sie sind raus!“.

Aber mir ist ja auch eben erst bewusst geworden, dass Herr Ebling selbst gerne Bürgermeister der Stadt werden und vielleicht auch mal Herrn Beutel auf dem OB-Posten beerben möchte.

Und dann kann natürlich schon mal der Bruch von  Wahlversprechen seitens der SPD in Richtung CDU vorgeworfen werden, worauf sich dann Herr Reichel von der CDU genötigt fühlt Herrn Ebling antworten zu müssen und alles als „dummes Zeug“ bezeichnet, was dem Herrn Ebling so herausprudelt. Aus dem Verhalten von Herrn Ebling ist eine gewisse Nervosität ersichtlich, sieht er zur Zeit bestimmt die Felle für die SPD in Zukunft wegschwimmen. Aber Herr Ebling, jetzt mal ehrlich, Die Grünen kann man bestimmt nicht als „Steigbügelhalter für ein ReichelSyndikat“ bezeichnen, da die grünen Herrschaften eindeutig im Gegensatz zur SPD und CDU Wahlgewinner sind.

Die Grünen sind die Einzigen, die in der komfortablen Lage sind, ganz ruhig zu bleiben, sich erstmal selbst zu sortieren, um einen Sondierungsplan für nachfolgende Gespräche mit den anderen Parteien zu schmieden.

Ich bin gespannt, wer wen zuerst zu ernsten Koalitionsgesprächen einladen wird, nur werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Zeitpunkt sich noch etwas hinausgezögert, da CDU und SPD noch zu sehr mit dem Lecken der Wunden beschäftigt sind und Die Grünen noch immer ganz dolle in ihrem Wahlerfolg baden.

Aber meine Empfehlung an alle, Leute Ruhe bewahren, gute Politik machen und lassen sie doch bitte mal diese persönlichen Eitelkeiten aus dem Spiel. Dafür haben sie nämlich nicht den Wählerauftrag.

In diesem Sinne einen hausmeisterlichen Brückentag.

Karl Keule©
„1. hausmeisterlicher BrückenTagsTrottel und Stadtratbeobachter“

Jetzt geht’s los…Hauen und Stechen Folge 1

Guten Tag liebe Meenzer Stadtratbeobachter,

ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht:
die Wahl ist erst seit knapp drei Tagen geschlossen, die Stimmzettel ausgezählt, der neue Mainzer Stadtrat hat sich noch nicht einmal zur ersten Sitzung gefunden und schon geht es los, das Hauen und Stechen von der SPD in Richtung CDU.

Die SPD wirft der CDU Bruch von Wahlkampfversprechen vor, weil
CDU-Umweltdezernent Reichel sich zwar noch nicht festlegt hat, aber doch so gerne das Baudezernat und den Bürgermeisterposten von Herrn Schüler nach dessen Ausscheiden im November übernehmen möchte. Und jetzt wirft Herr Ebling,
SPD-Parteichef ihm Bruch von Wahlkampfversprechen vor, weil die CDU vor der Wahl dem Bürger versicherte, Dezernentenstellen sollen in Zukunft ausgeschrieben werden und nach Qualifikation besetzt werden. Aber Herr Ebling, Herr Reichel bricht doch damit nicht ein Wahlversprechen der CDU, wenn er für den Posten des Baudezernenten und Bürgermeisters seinen Hut in den Ring wirft. Damit ist doch noch lange nicht die Qualifikationsprüfung von Herrn Reichel durchs Rost gefallen.  Man kann Herrn Reichel persönlich mögen oder nicht, aber ich halte sein Anliegen für vollkommen legitim, worüber allerdings in naher Zukunft auch noch viel diskutiert werden muss und sollte.

Ja Herr Ebling, jeder in Mainz hat bestimmt schon mitbekommen, dass die CDU der größte Wahlverlierer bei der Kommunalwahl 2009 in unserem goldisch Meenz war, aber die SPD wird sich nun mal damit abfinden müssen, dass die Damen und Herren von der CDU auch in der nächsten Legislaturperiode die stärkste Partei im Mainzer Stadtrat sind. Und so wie es aussieht tendieren die großen Gewinner der Kommunalwahl Die Grünen auch eher zu einer Koalition mit der CDU, als mit der SPD, ich verstehe, dass man da von SPD-Seite etwas düster in die Zukunft blickt. Auch schon in Anbetracht dessen, dass eine Koalition zwischen CDU/Grünen dem OB das Arbeiten nicht gerade erleichtern wird.

Liebe SPD mein hausmeisterlicher Tipp, Profil gewinnt man nicht unbedingt durch ein Hauen und Stechen auf andere Parteien, sondern durch die Definition eigener Ziele in den nächsten fünf Jahre für Mainz, die unsere Stadt weiterbringen.

Und der Wahlgewinner Die Grünen geben sich ganz diplomatisch und geben erstmal zu der Situation keinen Kommentar ab. Aber das brauchen sie ja auch nicht, da sie in der komfortablen Lage sind, dass sie bei keinem der beiden Parteien CDU und SPD um eine Koalition betteln müssen. Sie haben vom Wähler in meinen Augen als einzige Partei wirklich das Votum bekommen, die Stadtgeschicke als Regierungspartei zu lenken. Damit lässt sich die Sache der Regierungsbildung ganz ruhig und entspannt angehen.

Für die Kollegen der SPD und CDU stellt sich die Lage anders dar, was bei dem einen oder anderen schon mal zu leichten Aussetzern der realen Wahrnehmung der Geschehnisse in Zukunft führen wird.

Welchen Koalitionspartner die CDU für die nächsten fünf Jahre bevorzugt, wird durch die Wahlempfehlung der CDU für die Stichwahl des Ortsvorsteher am 21.06.09 in der Mainzer Neustadt klar, eindeutig Die Grünen. Ist das die neue Art der  Profilierung bei der CDU?

Ich denke in den nächsten Tagen wird es für den unabhängigen Beobachter noch hausmeisterlich amüsant, bis sich der neue Stadtrat zur ersten Sitzung einfindet.

In diesem Sinne noch einen hausmeisterlichen Tag
Karl Keule©
„KeulenKalle©, erster hausmeisterlicher Stadtratbeobachter“

Sinnhaftigkeit der Ortsvorsteherstichwahl…

Hallo liebe Hausmeisterstichwahlgemeinde,

Jetzt ist es klar 11 Mal wird es in unserem goldisch Meenz Stichwahlen für die Ortsvorsteher geben. Also erstmal hört sich ja das Wort Ortsvorsteher-Stichwahl nach einem medizinischen Fachbegriff an, also fast nach einer neuartigen Operationsmethode um wohlverdiente Parteirecken auf das politische Altersgleis zu heben oder Newbies an das politische Amt in verantwortungsloser Position heranzuführen.
Wie unke ich immer gerne über die Ortsvorsteher “Ei die beiße net, die wolle nur spiele.”

Und dann schauen wir uns doch mal die tragischen Figuren der Ortsvorsteher an, wann werden sie denn wirklich mal ihrer Berufbezeichnung gerecht, als Vorsteher eines Ortes, der sich wie die berühmte Löwenmutter vor ihr Kind stellt. Entscheidungsgewalt, -kompetenz oder -freiheit haben alle diese Ortsvorsteher nicht mehr, werden sie doch im Stadtrat von Parteikollegen vertreten, die ganz andere Interessen haben.

Aber muss es wirklich die absolute Mehrheit bei einer Ortsvorsteherwahl sein? Die einfache würde ich doch fast behaupten reicht dem einfachen Wähler, der eher oder auch nicht eine persönliche Beziehung zu seinem Ortsvorsteherkandidat hat, als das ein Parteibuch zählt. Ich meine Nein, da die Stichwahl doch eher eine langweilige Veranstaltung ist, werde ich auch bei der Stichwahl keinen anderen Kandidaten wählen als vorher, es sei denn ich hätte mich mit ihm in der Zwischenzeit zerstritten.

Vielleicht könnt man ja die Stichwahl im Vorfeld interessanter gestalten, wenn man nach amerikanischem Muster einen Showdown veranstalten würde. Zum Beispiel am Vorabend der Stichwahl ein Rededuell oder eine Gameshow “Wer macht den schönsten Fassbieranstich” zwischen den Stichwahlkandidaten in der örtlichen Turnhalle, könnte dann auch eine vorgezogene Fassenachtssitzung werden. Also Ideen fallen mir noch viele ein, wie man die Stichwahl vielleicht nicht unbedingt sinnvoller, aber spannender gestalten könnte.

Aber eine Berechtigung haben alle gestochenen und schon gewählten Ortsvorsteher dann doch, wenn es um den Fassanstich bei der Kerb in den Ortsteilen geht. Dann sind sie präsent und im Mittelpunkt.

Und wenn ich noch eine Empfehlung abgeben darf, genießen sie doch mal den öffentlichen Teil einer Beiratssitzung, es erinnert nicht nur manchmal, sondern immer öfters an ein Kasperletheater für Erwachsene, wenn der Ortsvorsteher beginnt mit den Worten: “Seid ihr schon alle da?”

In diesem Sinne noch einen hausmeisterlichen StichwahlNachdenkTag
Karl Keule©
„KeulenKalle©“

auch das geschah am Wahltag in Meenz…

Liebe Hausmeistergemeinde,

eine kleine Geschichte, die sich am Rande der Kommunalwahl 2009 am Sonntag zutrug kann ich ihnen nicht vorenthalten:

Der Baba war als Wahlhelfer in einem Meenzer Wahllokal ehrenamtlich verpflichtet worden, als die Ehefrau nebst Kindern in das Wahllokal kam, um ihre Stimmen zur Europa- und Kommunalwahl abzugeben.

Im Vorfeld hatte die gute Frau dem noch nicht ganz dreijährigen Filius erklärt, dass man jetzt ins Wahllokal zum wählen geht.

Und dann war das Desaster da, dramatische Szenen spielten sich im Wahllokal ab, nachdem die Mutter ihre Wählerpflicht erfüllt hatte, mit den Kindern den Baba verabschiedete und wieder nach Hause gehen wollte. Der kleine brach herzzerreissend in Tränen aus und meinte ganz aufgeregt, dass er noch nicht gehen könnte. Grund für den kindlichen Schmerz: Filius hatte die ganze Zeit nach dem Wal gesucht, den er streichen wollte, aber nicht finden konnte … dachte er doch das Wahllokal sei eine Walbeobachtungsstation.

So hart kann das Kinderleben sein, bleibt zu hoffen, dass das Erlebte nicht zu einem posttraumatischen Walerlebnis wird.

In diesem Sinne hausmeisterlichen Gruß
Karl Keule©
„KeulenKalle©“

Meenzer Sprüche Vol.3 „Günther Beck, Die Grünen“

„Mainz ist gefühlt heute morgen eine andere Stadt“

(Günter Beck am Morgen nach dem riesigen Wahlerfolg der Grünen bei der Mainzer Stadtratwahl 2009)

Kommentar Karl Keule:

„Herr Beck aufwachen bitte, sie befinden sich noch immer in unserem goldisch Meenz, naja vielleicht ja jetzt in unseren grünen goldisch Meenz.“

Unser goldisch Meenz, es hat gewählt!

Guten Tag liebe posttraumatisierte und –paralysierte Hausmeisterwahlgemeinde,

es ist vollbracht Meenz hat gewählt und die neue Sitzverteilung im Mainzer Stadtrat ist geklärt. Was war das für eine Wahl, es wurde im Vorfeld gekämpft, geschlagen, gehauen und gestochen bei den Wahlkandidaten untereinander, aufeinander und übereinander. Zum guten Schluss hat keiner mehr dem anderen so richtig über den Weg getraut.

Und dann kam die Wahl. Ich als Wahlhelfer bzw. meine bessere Hälfte (leider dürfen Kunstfiguren ja nicht wählen) kann berichten, es wurde kumuliert und panaschiert, was das Zeug hält, aber jetzt haben wir ein in meinen Augen gutes Ergebnis für Mainz, da sich alle anstrengen müssen, um regieren zu können oder gute Opposition zu machen:

CDU   30,1%, 18 Sitze (-5)

SPD   23,8%, 14 Sitze (-3)

Grüne   21,9%, 13 Sitze (+4)

FDP  10,7%,   6 Sitze (+1)

ÖDP/FWG              5,7%,   4 Sitze (+2)

REP          4,2%,   3 Sitze (-1)

Die Linke              3,6%, 2 Sitze (+2)

Man kann ganz bestimmt sagen es gab einen großen Gewinner bei dieser Stadtratswahl, die Grünen haben mit +7,6% die größten Zuwächse in der Wählerschaft zu verbuchen und werden in den nächsten fünf Jahren ganz gewaltig in die Stadtgeschicke eingreifen können und diese Chance auch sicher wahrnehmen. Am Montag soll es in Meenz keine Kopfschmerzmittel mehr gegeben haben, so gewaltig war der Freudenrausch der Grünen.

Wahlverlierer waren eindeutig die beiden großen Parteien SPD und CDU, wenn man jetzt überhaupt noch von Großen sprechen kann. Man wird bestimmt ganz genau die Analyse in den einzelnen Parteien betreiben, woran es gelegen hat. Huch was haben/können die Grünen, was wir nicht haben/können wird sich bestimmt so mancher Kandidat fragen.

Liebe CDUler und SPDler, ich kann es ihnen sagen, die Grünen haben durch ihren Wahlkampf ganz eindeutig besser die Glaubwürdigkeitsprüfung durch den Wähler bestanden. Sie haben gezeigt, dass sie für die Zukunft verlässliche Aussagen machen wollen, für die sie in den nächsten fünf Jahren bestimmt auch gnadenlos durch den Meenzer beobachtet und danach bei der nächsten Kommunalwahl bewertet werden.
Ihnen hat bestimmt auch die eindeutige Positionierung gegen ein Kohlekraftwerk in Mainz viele Stimmen gebracht. Die Grünen haben sich ganz bestimmt und klar bei dem Aufmarsch der braunen Soße in Mainz entgegengestellt und damit mit allen beteiligten Bürgern verhindert, dass die Nazis in unserer Stadt keinen Nährboden finden. Also nicht so wie die anderen Parteien am Platze Reden gehalten.

Bei den Verlusten der CDU, und man kann sagen, was man will, die CDU ist der größte Verlierer bei dieser Kommunalwahl, spielte das Motto „Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln“ bei der Position zum Kohlekraftwerk eine große Rolle. Aber trotz aller Verluste, bleibt sie die stärkste Partei im Stadtrat und wird bei der Regierungsbildung mitmengen.

Und das Ergebnis der SPD verwundert mich schon, hätte ich mir doch noch größere Verluste vorstellen können, nachdem so viel Dreck und Druck in den letzten Schlachten aus dem Sumpf der Wohnbauaffäre hochkam. Vielleicht hat hier doch die persönliche privat finanzierte Anzeige von Oberbürgermeister Beutel in einigen Lokalblättern, die SPD vor Schlimmeren bewahrt. Nun gut Herr Beutel sieht zwar noch keinen Grund zum Rücktritt von seinem Amt, aber ich denke die Realität der neuen Situation im Stadtrat wird ihn ganz schnell einholen. Man darf hausmeisterlich gespannt sein, was hier noch passiert. Schmerzlich war  für die SPD auch noch der kurzfristige Verlust eines Sitzplatzes an die ÖDP bei der gestrigen Stimmauszählung.

Tja, die ÖDP und Die Linke sind auch eindeutige Sieger bei dieser Wahl 2009 für den KeulenKalle, obwohl ich sie beide nicht  gewählt habe. 100% mehr im Vergleich zur letzten Wahl bei den Sitzen im neuen Stadtrat ist doch ein richtiger Fegererfolg.

Verlierer zum Glück auch für den KeulenKalle die REPs ein Sitz weniger im Stadtrat ist doch schon was, hätte für mich auch gerne auf 0 Sitzplätze rutschen können, aber die nächste Wahl kommt.

Gespannt bin ich auf jeden Fall auf das Verhalten der Grünen nach der Wahl als drittstärkste und mehrheitsbringende Kraft im Stadtrat. Mit welcher Partei werden die Grünen in Koalitionsverhandlungen einsteigen, um ihre grünen Ziele bestmöglich für Mainz zu verwirklichen? Mit CDU oder mit SPD, denn ich denke eine Koalition wird in Mainz kommen, so sicher wie das hausmeisterliche Amen im Keller.

Beide Konstellationen (Grüne/CDU  bzw. Grüne/SPD) sind schwierig und beinhalten für die Grünen so manche Stolperfalle. Bei einem Zusammengehen der Grünen mit der CDU gibt es zwar eine stimmliche Mehrheit von allerdings nur einer Stimme. Zur Sicherheit wird die CDU bestimmt darauf drängen einen Dritten mit ins Boot zu nehmen, da Herr Reichel unbedingt Bürgermeister werden will. Aber wer soll mit ins Boot, die FDP, ach ja die gibt es ja auch noch oder die ÖDP, die bisher allerdings von den Grünen eher belächelt wurde. Wenn es so kommt, kann ich mir schon das hausmeisterliche Gerangel um Dezernentenposten in Zukunft gut vorstellen.

Und bei einer Zusammenarbeit zwischen Grünen und SPD muss jemand Drittes ins Boot, da mind. 4 Stimmen zur absoluten Mehrheit fehlen, hier würden sich bestimmt auch wieder die 4 stimmen der ÖDP an oder die FDP muss helfen, kaum vorstellbar, um sich nicht auf eine Minderheitsregierung einzulassen.

Aber geht rot/grün bzw. Ampel wirklich, also Pro/Kontra Kohlekraftwerk. Ich denke nicht, es sein denn einer der beiden Parteien würde bei der Einstellung zum Kohlekraftwerk einlenken. Für den Hausmeister kaum vorstellbar und auch für die grüne Basis nicht durchführbar, da die Rechnung für die Grünen bei der nächsten Wahl kommen würde.

Also bleibt zu hoffen, dass die Grünen den richtigen Weg finden werden, da sie denn festen Willen zum Regieren haben und die Wählerschaft der Grünen nicht enttäuscht wird. Eine nicht ganz so leichte Aufgabe.

Ich freue mich auf die nächsten Tage der Mehrheitsbildung und hoffe, es wird gut für uns Meenzer. Alle im neuen Stadtrat sitzenden Personen müssen sich klar darüber sein, das es nicht nur um Parteiinteressen geht, sondern um das Wohl unserer Stadt!  Das Motto ist schon etwas abgenutzt, aber für mich immer noch brauchbar, liebe neuen und alten StadträtInnen, denkt dran: „Nach der Wahl, ist vor der Wahl!“.

In diesem Sinne einen hausmeisterlichen mehrheitsbildenden schönen Tag
Karl Keule©
„KeulenKalle©“

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