Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Schlagwort-Archiv: Buntes

Eintrag ins Logbuch, 10/09/13, 09:30h

Keulenhaften Glückwunsch zum 40. Geburtstag Herr Lagerfeld, zumindets an die Körperteile von ihnen, die heute 40 Jahre alt werden…an die anderen natürlich auch…

Eintrag ins Logbuch, 30/08/13, 13:15h

Clint Eastwood (83) Scheidung nach 17 Ehejahren von seiner Frau (48) – ich fragte mich schon immer, was er mit so einer alten Frau wollte.

Ein Tweet pro Tag Vol. 154

„Ich habe nie beabsichtigt, die Zeche zu prellen.“

(Jens Beutel am 21.10.2011 in der Allgemeinen Zeitung Mainz)

Jaja, unser OB Beutel ist doch immer wieder gut für Überraschungen, für eine kleine „Petitesse“. Wäre es ja auch, aber nicht bei den ganzen Sachen, die Herr Beutel schon so alles angestellt hat. Er wird es nie lernen unseren OB. Mir ist es noch nicht passiert aus Vergeßlichkeit das Zahlen einer Zeche zu prellen, ähm vergessen. Aber Lücken im Erinnerungsvermögen von Politikern sind ja nicht selten…

Und wie sagte schon Marcel Mart „Die Vergesslichkeit des Menschen ist etwas anderes als die Neigung mancher Politiker, sich nicht erinnern zu können.“

Peinlich, Peinlich Herr Beutel…

auch das kann am „WeltTag des Kusses“ passieren…

Guten Tag liebe küssende Gemeinde,

heute ist der „Tag des Kusses“ und da schnappe ich eine kleine Geschichte auf, die sich heute morgen in einem Mainzer Kindergarten zugetragen hat.

Als mein Erfinder seinen Sohnemann im Kindergarten abgibt und von ihm noch ein Abschiedsküsschen bekommt, hört er folgendes Gespräch bei anderen Papa mit, der auch sein Töchterlein mit einem Kuss in den Kindergartentag entlassen möchte:

“ Eh Baba, jetzt nicht küssen, ist doch voll peinlich…!“

Für den Papa hat der Tag des Kusses also nicht ganz so gut angefangen, bleibt zu hoffen, dass er heute noch ein wenig mehr Glück hat.

In diesem Sinne wünsche ich Euch viele erfrischende Küsse am heutigen Tage!

Karl Keule©

Keule’s Monatsrückblick Januar Akte 01/2010

Hallo liebe schneegeplagte Hausmeistergemeinde,

der Januar, ja er war sehr kalt und schneeverseucht. Die Schneewalze überrollt Jermähnie. Für so manche Stadt in Deutschland kam der Wintereinbruch mal wieder total überraschend, selbst die Deutsche Bahn wurde wieder völlig vom Winter überfallen, aber wer hätte es bei denen auch anders erwartet.

Politik / Wirtschaft / Gesundheit
Direkt zum Jahresbeginn wurden die EC-Karten für viele Bankkunden zur Stolperfalle. Wollte doch so mancher Geldautomat partout nicht im Jahre 2010 ankommen und verweigerte die Auszahlung von Geld. Welch Blamage für die doch im letzten Jahr schon genug geschüttelte Bankenwelt. Ich plädiere wieder für die Einführung der guten alten Lohntüte aus Großvaters Zeiten. Das hätte dann wenigstens auch den Vorteil, dass man am Monatsende auch wirklich mitbekommt, wenn kein Geld mehr in der Tüte ist.

Apropos Gehalt, da gab es doch sogenannte Wirtschaftsexperten, die schlugen vor, dass alle Deutschen ihr Gehalt offen legen sollen, also die Finanzämter sollen diese im Internet veröffentlichen. Nur liebe Experten, das bringt doch nichts, da in Deutschland die Finanzämter von gewissen Personen gar nicht die wirklichen Gehälter zu erfassen bekommen.

Frau Merkel und Herr Schäuble versuchen mit betroffener Miene ihren neuen Haushalt an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Ich habe mal gelernt Haushalt kommt vom Verb haushalten, bei dieser Regierung sollte man allerdings den Haushalt besser in Schuldmach umbenennen. Aber es ist ja alles nur wegen der Wirtschaftskrise, wer es gebetsmühlenartig herunterbetet, wird es bald auch selbst glauben. Es wird besser oder auch nicht? Genau wissen kann man es nicht, laber, laber….

Ist ja auch egal, jedenfalls geht dem Staat das Geld aus oder es ist keins mehr vorhanden, aber macht nix, wir können ja ruhig weiter Schulden aufnehmen. Ich meine das ist ja auch gut so, denn Schulden aufnehmen ist ja mittlerweile so was wie ein Statussymbol geworden. Einfache Formel: desto mehr Schulden ein Land aufnimmt, umso reicher ist ein Land. Ergo muss Deutschland verdammt reich sein. Und bei der nächsten Bundestagswahl heißt dann der Wahlspruch von CDU/CSU und FDP „Zinsen statt Zukunft“. Aber Herr Schäuble kündigt schon mal vorsichtshalber einen harten Sparkurs für 2011 an, soll ja nicht heißen, man hätte dem Bürger nix gesagt.

Und es ist auch ein ungeschriebenes Gesetz, wenn dem Papa Staat das Geld ausgeht, darf freimütig die Hatz auf Arbeitslose, also in unserem Land auf Hartz IV – Empfänger eröffnet werden. Sie nutzen das System gnadenlos aus und sind faul, so hört man. Wenn das wirklich so ist, warum die ganze Aufregung? Dann unterscheiden sie sich doch gar nicht so sehr von einigen Personenkreisen. Da meldet sich ja dann auch noch dieser Hesse-Berlusconi, ähm nein politisch nicht korrekt, der Herr Koch zu Wort und fordert eine Arbeitspflicht für Hartz IV – Empfänger. Diese könnten auch niedere öffentliche Arbeiten übernehmen. Aber Herr Koch ich bitte sie, wenn man keine Ahnung hat einfach mal den Mund halten, so viele Ministerpräsidentenjobs gibt es doch gar nicht in Deutschland. Hilfe seitens der CDU für Hartz IV Empfänger ist in Sicht? Entpuppt sich Frau von der Leyen gerade in diesem Monat als rote Ursula und will eine komplette Überarbeitung von Hartz IV. Komisch auch die SPD will jetzt Korrekturen…

Die Krankenkassen werden teurer, also noch nicht alle, aber manche und bald viele verlangen demnächst Zusatzbeiträge. Na ja jetzt mal ganz ehrlich, hätte jemand was anderes erwartet? Wir werden ja auch immer älter und gehen eben viel zu häufig zum Arzt, wie wir diesen Monat gelernt haben. Mit 18 Arztbesuchen im Jahr sind wir wenigstens auf diesem Feld im internationalen Vergleich mal wieder Spitze. Ich empfehle: weniger zum Arzt gehen, vielleicht geht die Lebenserwartung in Deutschland dann wieder runter. Das wäre dann doch schon mal ein Anfang, um den lädierten Krankenkassen zu helfen. Aber hört, der Herr BundesKrankheitsKassenminister Rößler (FielmannDurchPlick) ermahnt die Kassen, sie sollen doch nicht so unsozial sein. Nützt nix Herr Minister, holen sie sich doch bitte mal den Rat ihrer Vorgängerin ein, ja genau die Ulla Schmidt hat sich an den Kassen und den Ärzten auch schon die Zähne ausgebissen.

Oskar, ja der Lafontaine will nicht mehr, er zieht sich mal wieder zurück, aus der Bundespolitik und aus dem aktiven Parteigeschäft. Ach Oskar, dein Krebs war für dich der Warnschuss und für so manchen Parteifreund bzw. –feind der letzte Schuss vor den politischen Bug. Wer wohl Lafo beerben wird? Eine Ossi-Wessi-Doppelspitze?

Naja und überhaupt gleicht die politische Landschaft in diesem Monat eher einer Diaspora, von wirklicher Stilblüte nichts zu sehen. Die FDP schlägt auf die CSU ein und umgekehrt, gemeinsam machen sie der Frau Merkel das Leben schwer. Aber wenn Angie eins gelernt hat in ihrem politischen Leben, dann ist es das Motto des Dicken, also dem Herrn Kohl: Nicht viel reden oder handeln, sondern einfach aussitzen! Deshalb spricht Frau Merkel auch kein Machtwort, denn sonst müsste sie ja mal was machen und Position beziehen. Im Allgemeinen scheint mir die CDU/CSU eher auf der Suche nach sich selbst zu sein, findet sich dann aber doch nicht so richtig. Die FDP mit dem Vorsitzenden LobbyWesterwelle entwickelt sich in Regierungsverantwortung immer mehr zur FinanzDienstleistungsPartei für ihr Klientel, aber mit Erfolg, die von Möwen gesPickten Spenden fließen. Und Schreiber? Nö, Schreiber kenne ich nicht, aber das ist ja auch längst fast verjährt…
Aber alles wird gut, wenn erstmal Guidos Aussteigerprogramm für Talibanis kommt…hätte es das doch schon mal damals zu RAF-Zeiten gegeben, wäre uns die FDP auch nicht erspart geblieben. Hoffe nur, dass es bald auch ein Aussteigerprogramm für Kinder von Hartz IV Empfängern gibt, denn für die wäre es wünschenswert. Aber vielleicht wird es ja auch ein Jobprogramm der Agentur für Arbeit geben: „Rent a Taliban“.

Aber die Regierung fängt so langsam an ihr wahres Lobbygesicht zu zeigen und verkündet den Ausstieg aus dem Atomausstieg. Klar nur vorerst, aber wer es glaubt wird bekanntermaßen selig und der Glaube kann Berge versetzen.

Von der Opposition wurde auch nicht viel gesehen in diesem Monat, aber ich gebe nicht auf sie zu suchen, es muss sie doch irgendwo geben.

Auf jeden Fall erheiterte uns Herr Ex-Minister und Neulicht der EU Oettinger mit seinem nju wäh off jermähn schwäbisch inglish. Guido Westerwelle soll sich auch köstlich darüber amüsiert haben. Aber der Herr Oettinger ist lernwillig und will in Brüssel einen Sprachkurs machen, ob es was nützt, ich glaube nicht den wir wissen: die BadeWürddemberger könne alles, außer hochdeutsch und…aber sind wir doch ehrlich, es ist nicht das schlechte Englisch warum wir Oettingers und Westerwelles mit unserer Häme überschütten, eigentlich wollen wir doch nur sagen: How Up, Do High Knee, also Hau ab du Heini. Ich denke alles nicht so schlimm, denn wie sagte schon der berühmte OB Jockel Fuchs meiner Wahlheimat-Stadt Mainz: „Majesty, and now we go enunner in the Druckwerkstatt.“ Und das bei der Queen Lisbeth….vunn Grät Britän….

Und wie lernten wir diesen Monat auch, Wasser ist manchmal doch stärker als Blut und wenn du erstmal in den richtigen Kreisen verkehrst, wirst du auch, trotz Verurteilung im Magna Rahmen des Althaus aufgefangen.

Ach ja Obama gibt es ja auch noch: Der VorschußLorbeerenFriedensnobelpreisträger hält die erste Rede zur Lage der Nation in diesem Jahr … Kernaussage: Wandel, Neuanfang, Laber, Laber … also hier auch nichts Neues.

Der Westen verspricht auf der Konferenz in London die Wende für Afghanistan, da kann man nichts gegen sagen, hieß es doch schon früher: im Westen nix neues…also können wir mal den Osten wenden.

Kirche
Häufig legt sich ja der Papst gerne ex Cathedra mit den weltlichen Fraktionen an. Dieser hat sich jedoch gut im Griff und vom Angriff der heiligen Nacht erholt und betet in diesem Monat lieber in Synagogen. Aber er hat ja auf der anderen kirchlichen Seite, also in der evangelischen Kirche eine gute Vertreterin bekommen. Da meldet sich doch Frau Bischöfin Käßmann und kritisiert mal so ganz einfach den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Die Wellen schlugen hoch, unglaublich dachte sich so mancher Politiker, reicht uns doch eine evangelische Bundeskanzlerin, die uns ins Handwerk pfuscht und jetzt auch noch das. Aber so langsam verträgt sich die Bischöfin wieder mit der Politik und wird demnächst bei unseren Jungs an der Front mit Verteidigungsminister von Strahlemann zu Guttenberg im Cafe Harmonie einen Kaffee oder Tee trinken. Darf man eigentlich Front sagen? Oder muss es eher wie kriegsähnlicher Zustand, frontähnlicher Ort heißen?

Buntes
In Dubai ist der Scheich zwar pleite, aber er eröffnet das höchste Gebäude der Welt. Ist auch besser so für den Scheich, den aus 828 m Höhe lässt sich die Ölwirtschaft doch viel besser im Auge behalten. Warum erinnert mich dieser Burdsch Chalifa nur an den Turmbau zu Babel?

Die Simone, also die Ex von Herrn Assauer, also Frau Thomalla zieht sich mit 44 Jahren für ein großes deutsches HerrenSpieljungenmagazin aus. Sie lesen richtig ganz nackig machte sich die Dame, was ja auch nicht schlimm ist. Nur dumm gelaufen für Frau Thomalla, kaum sieht man sie nackt im Magazin, knutscht der neue junge Lover im Hausflur mit einer Jüngeren herum. Vielleicht hat Frau Thomalla ihrem jungen Freund zu häufig den alten Werbetext: „Nur gucken, nicht anfassen…“ ins Ohr geflüstert.

Und dann war da noch eine betrogene Frau, in diesem Fall eine Ehefrau, also Caroline, genau die Prinzessin von Monaco, die Ehefrau vom PPP, also vom Pinkel und Prügel Prinzen. Während sich der Welfenprinz auf Phuket mit einer anderen Frau amüsierte und fremdplanschte, hatte die Prinzessin die Größe für ihren Mann auszusagen. Es waren nur zwei Ohrfeigen bestätigte sie. Selbst in ehelichen Krisensituationen hält man sich an höfische Richtlinien, das war schon immer so und wird auch so blaublütig bleiben.

Tränen mal wieder! Wurde aus Raider Twix, so wird diesem Monat aus Brangelina wieder Brad und Angelina. Aus und vorbei mit dem Traumpaar. Wird es jetzt einen Rosenkrieg geben, an dem wir uns in der nächsten Zeit ergötzen können? Und müssen jetzt weltweit Adoptionsbüros schließen? Ist doch alles Lady Gaga oder was?

Ach ja, by the way sozusagen: Loddar, also der Matthäus ist auch wieder solo, einfach so und vollkommen überraschend.

Der Begriff „Betriebsratsverseucht“ wird zum Unwort des Jahres 2009 gekürt, aber sind wir dadurch klüger geworden?

Bonanza gehört nun endgültig der Vergangenheit an, starb doch der letzte noch lebende Cartwright, genau der Adam, nebst seinem Darsteller Pernell Roberts. Schon wieder eine Erinnerung an meine Kindheit weg, was gab es damals für Jungs Schöneres am Samstagnachmittag? Zuerst das obligatorische ArbeitnehmerKindBad und dann ab vor die Glotze um die Heldentaten der Männer von der Ponderosa-Ranch zu verfolgen.

Ja und die Avatar versenkte die Titanic, ich weiß zwar nicht in welchem Krieg, aber so stand es geschrieben.

Und Steve Jobs stellt nach dem iPhone, die neuste Entwicklung von Apple vor, das iPad. Wird es uns weiter bringen, den Frieden in der Welt schaffen? Ich persönlich finde es ja etwas zu groß, um es mir ans Ohr zu halten. Aber mal ehrlich denkt man beim EyePad nicht eher an einen Kosmetikartikel?

Haiti
War und ist sehr schlimm, die Bilder, die wir gesehen haben erschreckten uns sehr und machten betroffen, Durch Medien gepuscht wurde mal wieder eine wahre Spendenflut in Deutschland ausgelöst. Eine Spendenshow vom Gebührenzahler finanziert, ließ den Euro reichlich rollen. Die Amerikaner wollten helfen, blockierten aber eher die eingespielten Hilfsaktionen der gut zusammenarbeitenden europäischen Hilfsorganisationen, weil sie sich wie gewohnt eher als Besatzungsmacht benehmen und alles unter ihre Kontrolle bringen wollen. Vielleicht träumen sie ja schon von einem neuen Bundesstaat für die USA. Die Lage in Haiti bleibt schlimm und den Menschen muss weiter geholfen werden.

Letzte Meldung

Frau Merkel und ihr Regierungsteam bekommen von Emnid ihr 100 Tage Zeugnis, 100 Tage Pleiten, Pech und Panne, ausser Spesen nix gewesen…

Habe ich was vergessen? Aber klar doch, das hier ist ja auch nur eine kleine Keul’sche Auswahl an Themen, die mich so in diesem Monat beschäftigt haben, frei nach Keules Motto:

Geschichten von überall und aus aller Welt, nachdenklich, satirisch, ehrlich, manchmal häufig politisch unkorrekt…
In diesem Sinne wünsche ich einen hausmeisterlichen Februar mit viel Helau und Alaaf!
Karl Keule
„KeulenKalle©“

Deutschland du hast gewählt oder auch nicht…Keulsche Wahlnachlese

Guten Tag liebe wahlverseuchte Hausmeistergemeinde,

Deutschland hat gewählt und das ist auch gut so…!

Klare Verhältnisse, die mir persönlich nicht so gut gefallen, sind geschaffen: Wir haben eine neue alte Bundeskanzlerin und mit großer Wahrscheinlichkeit einen neuen Außenminister, der Westerwelle heißt.

Der Name Westerwelle bietet einiges an Veränderungspotential im Außenministerium, könnte man ihn doch ganz gut anpassen. Je nachdem in welche Himmelsrichtung Herr Westerwelle reist, er könnte sich je nach Bedarf in Wester-, Oster-, Norder- oder Süderwelle umbenennen. Noch nie war die deutsche Außenpolitik wandlungsfähiger. Und Herr Westerwelle wird bestimmt Frau Merkel das Regieren nicht ganz so einfach machen, überzeugt er doch nicht immer mit Argumenten, sondern versucht sich manchmal auch mit arrogantem Gehabe durchzusetzen.

Ansonsten ist es ja beruhigend, dass wir jetzt für die nächsten vier Jahre geklärte Verhältnisse haben, über die wir uns aufregen, aber hoffentlich auch manchmal freuen können.

Und es gibt eine neue Opposition aus SPD, Grünen, und ganz Roten, den LINKEN. Die Frage bleibt zumindest offen, ob es auch eine starke Opposition ist, die die Regierungskoalition genügend kontrollieren wird und eigene Ideen zum Wohle Deutschlands einbringen kann. Wäre für unsere Demokratie schon ganz schön wichtig.

Die SPD wird jetzt erstmal ihre starken Wunden nicht nur lecken müssen, sondern die deutsche Sozialdemokratie muss ganz schnell ins Reanimationszelt, braucht dringend eine Frischzellenkur, um wieder in die richtige Spur zu kommen und um nicht noch mehr Wähler in Spe zu verlieren. Eine dringende und abschließende Personal- und Ideendiskussion ist wichtiger den je.

Die LINKE hat profitiert vom Versagen der SPD und es bleibt zu hoffen, dass ihr Wahlergebnis, das bisher Beste ist und bleiben wird. Sie sollte einfach keine weitere Beachtung in Deutschland finden.

Die Grünen streben voller Tatendrang in die Opposition und fahren ihr bisher bestes Wahlergebnis ein, aber es hat nicht gereicht schwarz-gelb zu verhindern und die Argumente waren auch nicht stark genug um eine starke LINKE zu verhindern.

Verloren haben auf jeden Fall alle demokratischen Parteien, ist es doch nicht gelungen den Bürger vom Gang an die Wahlurne zu überzeugen:

„Wahlen sind manchmal die Rache des Bürgers. Der Stimmzettel ist ein Dolch aus Papier.“ (David Lloyd George)

Und bei dieser Wahl war auch der Dolch des Nichtwählers die Rache des Bürgers.

Aber ein wenig bin ich ja schon stolz auf unsere Demokratie, muss man doch erstmal in der Welt ein Land finden, welches die Möglichkeiten bietet, dass eine geschiedene, wiederverheiratete, kinderlose und evangelische Frau Regierungschefin ist und ein homosexueller Parteichef Außenminister in Spe werden kann. So bunt kann Deutschland sein.

In diesem Sinne noch eine hausmeisterliche Wahlnachbetrachtung

Karl Keule©
„KeulenKalle©“

Obacht bei der Namenswahl….

Guten Tag liebe den Vornamen frönende pädagogische Hausmeistergemeinde,

da jetzt ist es wissenschaftlich erwiesen, Aufgepasst bei der Namenswahl für ihr Kind. Lese ich doch gerade in meiner hausmeisterlichen Satirezeitung über eine Studie der Universität Oldenburg, dass die Wahl des Vornamens maßgeblich zu Vorurteilen über das Verhalten von Grundschulkindern bei Lehrern führt.

Frei nach dem Motto: „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, wissen wir jetzt, dass die Kategorie dumm und verhaltensauffällig endlich eine ganze Reihe von Namen hat: Chantal, Mandy, Justin, Kevin oder Maurice etc.
Persönlichkeitsmerkmale würden von Lehrern mit Vornamen verbunden, ohne darüber nachzudenken.

Und das ist doch die eigentliche Kernaussage: Lehrer denken nicht oder zu wenig nach. Ihr Lehrauftrag sollte es doch sein allen Kindern die gleichen Chancen bei der Bildungsvermittlung zu geben, aber nein sie kategorisieren die Kinder schon anhand des Vornamens.

Aber jetzt mal ehrlich liebes hausmeisterliches Lehrerkollegium, dafür haben sie Semester über Semester Pädagogik studiert? Gut, ich finde diese Vornamen auch hässlich, aber es war schon immer eine Tradition in gewissen Kreisen Kinder nach bestimmten Promis, die in der jeweiligen Zeit gerade in waren, zu benennen. Es gab sogar mal eine Zeit, da wurden Jungs häufig mit Erst- oder Zweitnamen Adolf genannt. Aber lässt die Namenswahl direkt Rückschlüsse auf das Verhalten zu?

Früher galten Kinder, die albern und unkonzentriert im Unterricht waren, häufig als lernschwach oder sogar lernbehindert. Sie wurden häufig auf die Sonderschule verwiesen. Heute ist man da schlauer, habe ich bisher gedacht, sind diese Kinder doch sehr oft unterfordert und müssen anders gefördert werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Und jetzt diese Namensstudie, wieder ein gewaltiger Rückschritt? Gibt es eventuell auch noch Vorurteile gegenüber bestimmten Bevölkerungsschichten, die den Kindern das Schulleben schwer machen. Es bleibt zu befürchten.

Auf jeden Fall finde ich, Lehrer oder Lehrerinnen, die behaupten, „Kevin sein kein Name , sondern eine Diagnose“ gehören nicht in den Schuldienst, denn wer Menschen schon nach dem Vornamen vorverurteilt, hat bestimmt auch sonst keine weiteren pädagogischen Fähigkeiten aufzuweisen.

Denn wie sagt der Volksmund so schön „Namen sind wie Schall und Rauch“, und sollten nicht zur Beurteilung von Personen herangezogen werden.

In diesem Sinne noch eine hausmeisterliche Namensfindung
Karl Keule©
„KeulenKalle©“

Das TV-Duell, Merkel vs. Steinmeier und was blieb übrig?

Guten Tag liebe duellierte und duettierte Hausmeistergemeinde,

nein, bitte nicht wecken, lassen sie mich bitte noch ein wenig schlafen, ich muss ausgeruht sein, wenn gleich das große TV-Duell Merkel vs. Steinmeier zur Bundestagswahl 2009 beginnt. Wie schon vorbei? Habe ich was verpasst? Nein? Wirklich nicht, na dann ist es ja gut!

So kam ich mir gestern Abend vor, nachdem das Duell beendet war. Sagen wir mal, ich habe ein Duell erwartet, ja wirklich, manchmal hat der Hausmeister noch Träume, die dann leider mal wieder nicht in Erfüllung gingen.

Ein Duell ist laut Wikipedia „ein freiwilliger Zweikampf mit gleichen potenziell tödlichen Waffen“.

Die einzige tödliche Waffe war die Langeweile, die beim Aufeinandertreffen von Frau Merkel und Herrn Steinmeier bei vielen Zuschauern bestimmt erhebliche Wunden im Wachbleiben hinterließ. Erinnerte das vermeintliche TV-Duell doch eher an ein auswendig gelerntes TV-Duett zwischen den beiden Kontrahenten.

Es hätte auch gut folgender Dialog zwischen Angie und Fränkie gereicht:

Merkel: Hallo ich bin die Bundeskanzlerin und werde es auch bleiben, Entschuldigung ich möchte es bleiben.

Steinmeier: Hallo und ich bin der Vizekanzler. Äh, der Bundesaußenminister und möchte es auch gerne bleiben. Hallo Chefin, da haben wir doch in den letzten vier Jahren gar nicht so schlecht zusammen gearbeitet, können wir doch eigentlich so weitermachen, aber ich versuche auch mal selbst Chef zu werden, weil ich mich für die bessere Alternative halte.

Merkel: Ja, Herr Steinmeier, so schlecht waren wir wirklich nicht und das mit dem Herrn Westerwelle meine ich auch gar nicht so ernst.

Steinmeier: Liebe Wählerinnen und Wähler, wählen sie mich und die SPD wir sind die bessere Alternative. Zu wem kann ich ihnen allerdings nicht so genau beantworten, aber ich bin auch wieder mit dem Posten des Vizekanzlers zufrieden.

Merkel: Der Herr Steinmeier hat ja Recht, ich bin auch die bessere Alternative zu mir und zu den anderen und außerdem eine östliche Quotenfrau im internationalen Geschäft.

Und die Sache wäre in maximal 5 Minuten erledigt gewesen! Langweiliger geht es wirklich nicht mehr. Es erinnerte mehr an ein Ringelpietz ohne Anfassen, beide Protagonisten ersparten sich gewaltig gegenseitig Peinlichkeiten, da es ja sein kann, dass sie noch mal vier Jahre zusammenarbeiten müssen.

Und die Moderatoren hätte man sich sparen könnten, zahnlos, fleischlos und zum Teil dumme bis dümmere Fragen.

Wichtige Themen, wie Klimawandel und Familienpolitik wurden gar nicht erst
behandelt und Herr Plasberg müsste dringend mal wieder zum Frisör.

Außer Spesen nix gewesen, und wen wählen sie? Den farblosen Steinmeier
(hätte er doch mal besser was von dem Zeug genommen, das Schröder nach der
letzten Wahl in der Berliner Elefantenrunde geritten hatte) oder die
konfliktscheue Merkel, oder dann doch den neuen Koalitionspartner von wem
auch immer?

Ich befürchte es läuft schon wieder auf die große Tigerentenkoalition hinaus.

In diesem Sinne, machen wir weiter bis zum 27.09.09 und geht wählen!

Hausmeisterlichen Gruß
Karl Keule©
„KeulenKalle©“

Das Internet-Manifest – was für ein fades Fest…

Liebe manifestierte hausmeisterliche Internetgemeinde,

zuerst dachte ich ja, ich hätte den Hinweis auf eine neue Satireseite im Netz bekommen: das Internet-Manifest. Doch dann las ich die siebzehn Thesen, die nach lutherischer Art in das Internet genagelt wurden und war nicht amüsiert, da diese Thesen noch nicht einmal als Satirevorlage geeignet sind.

Ein Mani-Fest, was für ein Fest, von Menschen, die das Wort Manifest wohl falsch verstanden haben, aber wohl den Anspruch haben, für eine breite Schicht sprechen zu wollen. Eine neue InternetKaste ist geboren, die Internet-Elite, die der Menschheit mit ihren Thesen zeigen will, wie der neue moderne Journalismus auszusehen hat.

Ich denke so ein Manifest braucht kein Mensch.
Es reicht die Beachtung des Grundgesetzes insbesondere des Artikel 5GG.

Der Internetbenutzer kann / wird auch in Zukunft für sich selbst entscheiden, welche Qualitätsnormen er an die ausgewählten Medien stellt und wird sie nach seinen Bedürfnissen selektieren.

Ganz uneigennützig ist dieses Manifest wohl auch nicht, sieht man sich einmal die Liste der Autoren an. Mit dem Manifest bringen sie sich mal wieder ins Gespräch. Ich nenne das eine geschickt lancierte Selbstvermarktung, um auf das eigene Schaffen aufmerksam zu machen. Könnte aber auch das Gegenteil bewirken, in dem man sich selbst ad absurdum führt und damit der Lächerlichkeit preisgibt. Aber das ist der Elite ja egal.

Und natürlich werden auf dieses Manifest wieder viele Medien springen, die Autoren werden zu Interviews eingeladen usw. und können sich breit über ihre Visionen, die dann doch gar nicht so visionär sind auslassen.

Aber ein kleiner Hinweis, hört nicht auf diese vermeintliche Internet-Elite, das Netz ist viel bunter und vielfältiger in der Meinung, als in dem Manifest dargestellt. Die Thesen sind keine Aussagen, die mich wirklich erstaunen lassen und die Netzwelt erschüttern. Ändern wird sich das Netz in den nächsten Jahren und auch der im Manifest beschriebene Journalismus so oder so, da der Nutzer über die Qualität entscheidet.

Ach ja liebe Autoren These 3 ist der größte Quatsch den ich seit langem gelesen habe: „Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet“. Hallo, aufwachen, kommt mal raus aus eurem Kabuff, das Internet ist nur ein Teil der Gesellschaft, die große Gesellschaft ist viel bunter!  

Es gibt wichtigere Inhalte , über die es sich lohnt zu reden und zu schreiben, als über dieses „Manifest“.

Aber ich führe ja auch nur einen kleinen SatireBlog, der die Internet-Elite wohl nicht versteht.

In diesem Sinne einen hausmeisterlichen ManiFestTag

Karl Keule©

„KeulenKalle©“

Dieter Althaus, Bürger des Freistaates Thüringen

„Mit sofortiger Wirkung trete ich als Ministerpräsident des Freistaats Thüringen und als Landesvorsitzender der CDU Thüringen zurück.“

(Dieter Althaus in seiner Erklärung zu seinem Rücktritt am 03.09.2009)

Kommentar Karl Keule:

Also ich weiß ja nicht, warum der Herr Althaus erst jetzt zurückgetreten ist, war doch längst überfällig die Entscheidung. Eigentlich hätte er gar nicht zu Wahl antreten dürfen. Da ist Herr Althaus wohl über die eigenen Steine gestolpert, die er sich in den Weg gelegt hatte. Danke Herr Althaus, jetzt hinterlassen sie mal so auf die Schnelle ein riesiges Chaos in Thüringen. Aber bestimmt ein kleiner Schritt für sie, aber ein grosser Schnitt für die Geschicke des Freistaats.