Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Schlagwort-Archiv: Bischof

tebartzen

tebartzen
starkes Verb – grosse Einsichtslosigkeit zeigen, wird sehr gerne von hohen krichlichen Würdenträgern angewendet, kann aber auch gerne auf die das Weltliche übertragen werden.

Das komplette Wörterbuch findest Du hier.

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Tebratze, Tebartze

Tebratze, Tebartze
Substantiv, feminin – Während mit „Bratze „nur“ ein hässlicher Mensch bezeichnet wird und „Dummbratze“ ein Synonym für einen besonders dummen Menschen ist (Synonym in Berlin „Kackbratze“), ist das Wort „Tebratze“ eine umfassende Beleidigung und wird mit besonderer Verachtung als Schimpfwort  für einen kirchlichen Amtsträger verwendet. Im Limburgischen Sprachgebrauch wird auch gerne der Begriff als Tebartze gebraucht und bezeichnet hier einen kirchlichen Würdenträger, der durch einen gewissen Hang zum Luxus negativ auffällt.

Das komplette Wörterbuch findest Du hier.

Nuntium expressum – Der neue Götterbote

Nuntium expressum – Der neue Götterbote meldet gerade:

„Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst soll geistlicher Rat für erhöhte Baukosten beim Aufsichtsrat der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH werden.

Zeitgleich soll er geistiger Vorstandsvorsitzender der neu gegründeten bistungetümlichen Fluggesellschaft FPTvanEAir Mea Culpa GmbH werden und damit das neue bischöfliche Projekt „Bonusmeilen für die 3. Welt“ vorantreiben. Großzügige und direkte Sündenvergebung, sowie spontane Wunder sind im Ticketpreis für Flüge der Airline bereits erhalten.“

 

Der Bischof und die Bonusmeilen

Neuen Gerüchten nach soll der Bischof von Limburg T. van Elst die Umfirmierung von Pilgerfahrten zu Pilgerflügen erwägen, frei nach dem kirchlichen Motto „Brot für die Welt“ soll das Projekt „Bonusmeilen für die 3. Welt“ heißen und wird mit der neu zugründenden FPTvanEAir veranstaltet. Großzügige und direkte Sündenvergebung, sowie spontane Wunder sind im Ticketpreis bereits erhalten.

Eintrag ins Logbuch 06/09/12 12:00h

Die Lage der Nation bedenklich, aber nicht hoffnungslos –
Und der Bischof von Limburg macht ne neue Airline auf – Sanctus Air – himmlisch fliegen mit Bonusmeilen…

Die Akte Mixa – Ablass und Rausschmiss auf katholische Art

Guten Tag liebe Hausmeistergemeinde,

mich verwundert der Sinneswandel des Herrn Bischof Mixa doch immer mehr, kann ich ihm doch keinen Glauben schenken, wenn man sich den zeitlichen Ablauf des Wandels von Herrn Bischof noch mal genauer ansieht. Solch ein Verhalten ist symptomatisch für ein geschlossenes System, wie die katholische Kirche es in großen Teilen noch immer ist.

Bischof Mixa ist bekannt für seine starken Worte, wenn es um die Glaubensmanifeste der katholischen Kirche geht. Er wettert gerne auch mal gegen Politiker und gilt als getreuer Gefolgsmann des Papstes. Sehr gerne benutzt er in seinen Predigten und Äußerungen plakative Worte wie „Unmoral“ und „abscheuliche Verbrechen“. Gerade bei den sexuellen Missbrauchskandalen in der katholischen Kirche stellt er sich in die erste Reihe, um seine tiefste Betroffenheit auszudrücken. Er findet schnell den Teufel im Detail, der für solche Geschehnisse verantwortlich ist: „…die zunehmende Sexualisierung in der Öffentlichkeit.“

Zu den Thesen des Augsburger Bischofs kann man ja stehen wie man will, manche mögen ihm für seine Reden Respekt zollen, manche bewerten sein Handeln negativ. Ich gehöre zum zweiten Teil und maße mir als Katholik an Bischof Mixa zu kritisieren.

Bischof Mixa folgt einer langen Tradition der katholischen Kirche, die leider noch immer nicht begraben ist. Man leugnet so lange Vorwürfe und bekämpft seine vermeintlichen Gegner, bis die Wahrheit Stück für Stück ans Tageslicht kommt. Nicht der öffentliche Druck war es, um einzulenken. Nein, viel schlimmer ist es, dass der Druck aus den eigenen Reihen erst so stark werden musste, bis ein vermeintlicher Sinneswandel eintritt. Erst muss „die Sorge um die Glaubwürdigkeit der Kirche“ zum Tragen kommen, bevor Herr Bischof reumütig um Verzeihung bittet.

Die Frage ist nur um Verzeihung für was?

Für die ein oder andere Watschen, die er als Stadtpfarrer von Schrobenhausen ausgeteilt hat. Ich denke Herr Mixa sollte nicht nur die Opfer um Verzeihung bitten, die er körperlich gemaßregelt hat, vielmehr sollte er auch die Menschen um Verzeihung bitten, die er so lange an der Nase herumgeführt hat, bis es nicht mehr weitergeht. Es ist nicht die Watschen, die vor über 30 Jahren ausgeteilt wurden, als körperliche Züchtigung noch zum normalen Schulalltag gehörten und heute zum Glück verboten sind. Es ist viel mehr die Arroganz des System Mixa, die ich persönlich als Mensch und besonders als Katholik unerträglich finde, wie Herr Mixa mit den Vorwürfen umgegangen ist. Opfer werden zum Teil erst so dargestellt, dass sie fast schon zum Täter einer Verleumdung werden.

„Es geht nicht an, dass ein Bischof schutzlos Anschuldigungen aus dem Halbdunkeln ausgesetzt wird…“ sagte noch vor wenigen Tagen der Sprecher des Bischofs Mixa.

Herr Mixa hätte das Halbdunkel schon lange mit der Wahrheit erhellen können! Aber wenn man sich nicht mehr an seine Taten erinnern kann, wie im Vorfeld geschehen, dann bleibt ja fast keine andere Wahl als die Wahrheit aus dem Halbdunkeln ans Tageslicht zu fördern.

Das ist in meinen Augen der eigentliche Skandal bei der Akte Mixa, wie kann man als Gemeindemitglied solch einem Bischof, der in erster Linie Seelsorger sein sollte noch trauen, wenn er jetzt um Verzeihung bittet. Mir auf jeden Fall fällt es sehr schwer, es ist fast unmöglich, wenn ich den Sinneswandel des Herrn Mixa in der zeitlichen Abfolge betrachte.

Wie schon erwähnt ist das Verhalten des Bischofs Mixa für mich ein Ausdruck, dass sich die katholische Kirche in vielen Fällen noch immer in einem geschlossenen System befindet, aus dem nur selten etwas dringt und ich habe die Befürchtung, dass dem einfachen Kirchenmitglied noch viel mehr verschwiegen wird, als aus dem Halbdunklen ans Tageslicht gefördert wird.

Für mich bleibt im Fall Mixa nur eine logische Schlußfolgerung: Herr Bischof Mixa sollte ganz schnell auf sein Amt als Bischof und als Priester verzichten, solche Menschen gehören heute in keine kirchliche Führungsposition und sind als Seelsorger nicht tauglich.

Ich wünsche noch einen nachdenklichen keulenhaften Tag!
Karl Keule
„KeulenKalle©“

Nachtrag am 22.04.2010:

Er zeigt Einsicht oder auch nicht, zumindest ist es gut, dass Herr Mixa seinen Rücktritt eingereicht hat. Aber man fragt sich schon, warum erst jetzt, erst als der innere Kirchendruck so groß wurde, dass es keine andere Möglichkeit als das Rücktrittsgesuch gab. Die Führung der katholischen Kirche mußte Herrn Mixa erst den Rücktritt nahelegen, um wohl keinen weiteren Schaden für die Kirche zu provozieren. Ich denke Herr Mixa hatte es selbst die ganze Zeit in der Hand und hat viel zu lange gewartet, er hat gelogen und die Menschen an der Nase herumgeführt. Der Rücktritt war längst überfällig, auch wenn leider bei der ganzen Geschichte ein fader, zum Teil fauliger Nachgeschmack bleibt. Aber leider ist der Ablauf noch immer symptomatisch für die katholische Kirche. Es wird dringend Zeit für die Erneuerung der katholischen Kirche, endlich sollten sich die Kirchenführer zur grossen Entrümplung entscheiden.

Nachtrag am 07.05.2009:
Die Akte Mixa kann wohl leider doch noch nicht geschlossen werden. So meldete die Nachrichtenagentur ddp und verschiedene Medien heute, dass die Staatsanwaltschaft Ingolstadt Vorermittlungen gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch aufgenommen hat. Dies wurde mittlerweile vom bayerischen Justizministerium bestätigt. Unglaublich sage ich nur und wie ich schon schrieb, langsam kommt wohl die ganze Wahrheit über den Herrn Mixa ans tageslicht, scheibchenweise. Ich frage mich ja wirklich wieso braucht der Vatikan so lange bis der Rücktritt von Mixa endlich bestätigt wird. Was ist wirklich los in der katholischen Kirche, dass jetzt erst die unvermeindliche Notbremse gezogen wird und man selbst, also das Bistum Augsburg gegen den Herrn Mixa Anzeige erstattet. Es ist schon schlimm genug, dass einige Priester ihr Amt mißbrauchen, aber wie kann es sein, dass so ein Mensch wie Mixa zu höchsten kirchlichen Ämterwürden kommen kann. Das ist wieder mal ein Ergebnis des geschlossenen Systems Kirche, es wird solange etwas unter den purpurnen sakralen Teppich gekehrt, bis es nicht mehr geht. Zuerst war es gar nichts, dann nur die eine oder andere Watschen, dann mal die Zweckentfremdung von Stiftungsgeldern und jetzt…was kommt noch?
Wieder ein Schlag ins Gesicht eines jeden Kirchenmitgliedes, ja ich bin auch noch eins …
Werte Kirchenfürsten macht endlich ein Ende mit dem ganzen Schmierentheater und nicht wie jetzt im Fall Mixa nach der Salamitaktik …
Sind wir doch mal ehrlich, um Mixa wurde solange das katholische Deckmäntelchen gelegt, bis es nicht mehr ging …
Liebe Deutsche Bischofskonferenz wacht auf, räumt auf, mit Leitlinien ist es scheinbar nicht mehr getan, ich kann nicht glauben, dass der Fall Mixa in der oberen Kirchenebene nur ein Einzelfall ist …
Ich möchte so gerne euren Leitlinien trauen, aber die zeitliche Abfolge im Fall Mixa macht das doch mittlerweile sehr schwer, wenn nicht fast unmöglich. Lieber Herr Papst, wo bleibt endlich ihre Stellungnahme zum Zustand der katholischen Kirche in Deutschland und in der Welt. Ein kleiner Hinweis, sie müssen das Rücktrittsgesuch von Mixa noch annehmen, nur falls sie es vergessen haben.
Was wird uns Katholiken noch alles verheimlicht?

Nachtrag am 08.05.2010:
So jetzt hat der werte Herr Papst dann doch endlich mal das Rücktrittsgesuch von Mixa angenommen, pünktlich zum bevorstehenden Muttertag war die alte Mutter Kirche dann doch noch in der Lage zu handeln, aber vielleicht hatte der heilige Vater ja auch nur das Schreiben von Mixa verlegt oder…Komisch nur, dass just zu dem Zeitpunkt entschieden wird, als der neue Vorwurf gegen Mixa erhoben wurde. Nun gut Herrn Mixa gibt es als Bischof nicht mehr, aber die Akte Mixa kann und darf auch nicht geschlossen werden, bis sein ganzes Fehlverhalten aufgeklärt ist. Mit dem Fall Mixa und den anderen Mißbrauchsfällen in der katholischen Kirche, werde ich mir auf jeden Fall einen Priester sehr genau angucken, wenn er die Worte spricht: „Lasset die Kinder zu mir kommen…!“

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