Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

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Karl Keule, der Restaurantverpester Vol. 07 „Restaurant Poseidon im Alten Gasthof Lohmann, Münster“

Restaurant Poseidon im Alten Gasthof Lohmann, Mecklenbecker Strasse 345, 48163 Münster

Liebe Gemeinde,

„Schön, dass Sie da waren!“ steht auf der Rechnung des Restaurants Poseidon im alten Gasthaus Lohmann in Münster-Mecklenbeck. Das war es dann auch schon fast mit schön, wenn man dieses griechische Restaurant verlassen hat.

Die Umgebung ist eigentlich ideal für eine solche Gastronomie. Ein typisch altes westfälisches Gasthaus, wie es sie leider nicht mehr so häufig gibt in Münster und Umgebung. Ein Biergarten mit ca. 50 Sitzplätzen lädt zum Verweilen ein. Ein kleiner Spielplatz ist auch vorhanden, wo sich die Kinder vergnügen können, während die Erwachsenen eigentlich ihr Bier und ihr Essen genießen sollten. Der Innenraum des Gasthauses ist typisch westfälisch, an der Inneneinrichtung wurde nichts verändert. Somit kommt auch kein griechisches Flair auf, wenn man den Gasthof oder den Biergarten betritt.

Die Speisenkarte ist typisch deutsch-griechisch, wie man sie hundertfach erleben kann, wenn man ein griechisches Restaurant in Deutschland betritt. Beachtlich war zuerst die Extrakarte, wo spezielle Gerichte außerhalb der normalen Karte angeboten wurden. Die Vorspeise, die ich hatte war okay, zumindest war sie handgemacht und keine Industrieware. Der Tiro-Salat ließ hoffen, dass auch die Hauptspeisen dementsprechend sein könnten. Von der Extra-Karte bestellte ich gegrillte Sardinen mit Tsatsiki und gegrilltes Lammfilet mit frischen Pfifferlingen und einer feinen Bratensoße. Als Beilage gab es Pommes Frites. Nachdem die Vorspeise noch relativ gut gemundet hatte, kam mit den Hauptspeisen das grausige Erwachen.

Die Sardinen waren durch Mehl gezogen fetttriefend frittiert, das Tsatsiki war industrielle Eimerware. Der Hammer war das Lammfleisch, sollte es doch Filet sein, aber ich fragte mich aus welchem Stück des Lammes dieses Fleisch geschnitten wurde. Das arme Lamm musste zweimal sterben, war das Fleisch doch komplett bis auf die letzte Faser durchgegrillt. Die Pfifferlinge entpuppten sich schnell als Dosenware und die feine Bratensoße entsprang einem Instantpulver, wie man sie von schlechten bayerischen Gasthäusern kennt. Angerichtet waren die vier Lammstücke im Soßensee, nein im Soßenmeer, die Pfifferlinge in die Mitte des Tellers geklatscht. Die Pommes Frites labberig und kalt.

Hier hatte der Koch entweder keine Lust, auf jeden Fall spürte man die Lieblosigkeit förmlich, wie in der Küche mit den Lebensmitteln umgegangen wird. Die Preise in diesem Lokal waren eindeutig zu hoch für die Qualität der dargebotenen Speisen.

Die Bedienung wollte zwar typisch griechisch freundlich sein, schaffte es allerdings nicht, war sie doch heillos mit den vielen Besuchern überfordert. Mich verwunderte es schon, dass der Biergarten bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es könnte sein, dass Küche und Servicepersonal einen richtig schlechten Tag hatten und komplett mit dem Publikumsandrang an diesem schönen Oktobersonnentag überfordert waren.

Fazit: Für diesen ersten Besuch kann es nur einen Stern geben.

Guten Hunger Euer Karl Keule©

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