Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Die Griechenlandkrise zum Verstehen…

Es ist ein trüber Tag in einer kleinen griechischen Stadt. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump. An diesem Tag fährt eine reiche deutscher Tourist, durch diese Stadt und hält bei einem kleinen Hotel. Er sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen. Der Eigentümer gibt ihm einige Zimmerschlüssel.

Was geschieht dann?

1. Als der deutsche Tourist die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden.

2. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Strasse hinunter und bezahlt seine Schulden beim Bauern.

3. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Schulden beim Genossenschaftslager.

4. Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zu seiner Stammkneipe und bezahlt dort seinen Deckel.

5. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gewährt hatte.

6. Die Hure rennt zu dem oben erwähnten Hotel und bezahlt bei dem Hotelier ihre ausstehende Zimmerrechnung mit den 100 Euro.

7. In dem Moment, wo der Hotelier den 100 Euro Schein einstecken möchte, kommt der deutsche Tourist wieder an die Rezeption, nimmt den 100 Euro Schein, sagt, dass ihm keines der Zimmer gefällt und verlässt die Stadt.

Fazit:

Niemand produzierte etwas.

Niemand verdiente etwas.

Jedoch, alle beteiligten sind ihre Schulden los und blicken optimistisch in die Zukunft.

Der Einfachheit halber wurde auf Schuldzins-, Schuldzinseszins- und Schuldzinseszinseszinsberechnungen verzichtet…

Jetzt wisst ihr Bescheid, so oder ähnlich funktioniert das EU Rettungspaket für Griechenland.

(Anonymus, also Autor unbekannt, verstorben oder hat irgendwo einen neuen Job als Finanzminister)

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2 Antworten zu “Die Griechenlandkrise zum Verstehen…

  1. Stefan Wehmeier 28. Juni 2011 um 18:56

    Das berühmte „Brett vorm Kopf“

    “Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.”

    Silvio Gesell (Vorwort zur 5. Auflage der NWO)

    “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Arthur C. Clarke (Vorwort zu PROFILE DER ZUKUNFT)

    Ab dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) werden „Spitzenpolitiker“ und „Wirtschaftsexperten“ obsolet, während allgemeiner Wohlstand zur Selbstverständlichkeit wird.

    Um die „Finanzkrise“ (beginnende globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) abzuwenden, muss das arbeitende Volk lediglich damit aufhören, die Mächtigen (die Allerdümmsten) zu beneiden, während sich Letztere vor allem davor fürchten, ihr „Brett vorm Kopf“ zu verlieren:

    • paokis 26. Februar 2012 um 18:42

      Die aktuelle Version:
      Es ist wie üblich ein verregneter und kalter Tag in Berlin.
      Die Bürgersteige sind hochgeklappt, es herrscht gähnende Leere auf den Straßen.

      Die Zeiten sind gut, der Waffenexport boomt, die Gastarbeiter haben das Land vorbildlich aufgebaut.

      An diesem Tag fährt ein armer Grieche, der lange auf diese Reise hingespart hat durch Berlin und hält an einem (von der deutschen Regierung subventionierten) Hotel.

      Er fragt den Eigentümer höflich, ob er sich ein Zimmer anschauen darf, um vielleicht im Hotel zu übernachten und legt als Kaution 200 € auf den Tresen.

      1.Der griesgrämige Germane gibt ihm einen Schlüssel.
      2.Noch bevor der Besucher die Treppe zu den Zimmern hinaufgeht, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, rechts von seinem Hotel, einem malochenden Portugiesen und verspricht ihm 20 € mit 10% Zins.
      3.Voller Freude und Arroganz läuft er anschließend zum Nachbarn, links von seinem Hotel, einem schwerbehinderten Spanier und hält auch ihm den Schein vor das Gesicht. Ihm verspricht er 20 € mit 12% Zins.
      4.Danach besucht er die gegenüber wohnende, arme Großfamilie irischer Einwanderer und zeigt auch ihnen voller Süffisanz „seinen“ 20-Euro-Schein. Diesen will er ihnen für 14% Zins hinterlassen.
      5.In überschwelendem Chauvinismus besucht er seinen „Lieblinsitaliener“ um die Ecke, der ihm mit viel Liebe das alltägliche Mittagsessen zubereitet. Auch hier lässt er sich das Angeben mit „seinem“ vielen Geld nicht nehmen. Ihm macht er das Angebot 20 € für 16% Zins zu überreichen.
      6.Auf dem Rückweg zu seinem Hotel, trifft er auf seine französische Lieblingshure und bezahlt ihr vorab 120 € um sich in Zukunft immer wieder von ihr sagen zu lassen, was für ein toller, beliebter und vorbildlicher Hecht er ist.
      7.Die französische Hure nimmt das Geld und eilt zur nächst gelegenen Bank, wo sie einen Teil ihrer Schulden bezahlt, die sie gemacht hat, um dem reichen Hotelier mit edlen Strapsen zu imponieren.
      8.Der Hotelier merkt erst bei Ankunft in seinem Hotel, dass die 200 Euro gar nicht sein Eigentum waren. Den empörten Reisenden, der in diesem Moment die Treppe herunter kommt und nach seinen Geldscheinen fragt, versucht er mit dem Hinweis auf die kostbare Berliner Luft zu besänftigen.

      Mit Geld das ihm nicht einmal gehörte vor den Nachbarn angegeben.
      Mit Geld das er der Tüchtigkeit der Nachbarn zu verdanken hat.
      Alle anderen haben dank ihm Schulden und schauen betrübt in die Zukunft.

      So, nun wisst Ihr Bescheid, wie alle anderen, außer Euch in Europa über die Schuldenkrise denken!

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