Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Ich reg mich uff…über SeniorenCDemenzUnion usw.

Hallo liebe lärmentwöhnte und lärmgewöhnte Gemeinde, guten Tag vergrämteSenioren…

Klagen gegen Kindertagesstätten und Spielplätze in Wohngebieten, Kinderlärm als unzumutbare Lärmbelästigung, scharfer Blick und Worte von Alten und kinderlosen auf Familien mit Kindern … leider bitterer Alltag in Deutschland im wohl ehemaligen Land der Dichter und Denker.

Das Bundesumweltministerium plant eine Änderung des Immissionsschutzgesetzes, damit solche Klagen in Zukunft erschwert werden. Es ist schon absurd genug, dass der Lärm von Kindern bisher unter dieses Gesetz fällt. Das Kinderlärm mit Autolärm und anderen Geräuschimmissionen verglichen wird, als Umweltschaden klagefähig ist.

Jetzt setzt allerdings die Senioren-Union in Nordrhein-Westfalen mit ihrem stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU-Seniorenorganisation Herrn Kuckart noch das I-Tüpfelchen auf die peinliche, ärgerliche Diskussion über die Geringschätzung von Kindern in der Republik. Kindergeschrei wird mit dem Hämmern eines Pressluftbohrers gleichgesetzt. Ich sage, wer solch einen Vergleich heranzieht, muss unter gesellschaftspolitischer Demenz leiden und sollte sich schleunigst vom C, was noch immer für christlich im Organisationsnamen steht trennen oder die Organisation verlassen. Wer so etwas sagt, hat sich wohl schon lange von dem Gedanken verabschiedet, dass Generationen nur überlebensfähig sind, wenn sie sich arrangieren zu einem friedlichen Zusammenleben. Natürlich haben Ruheständler auch ganz eigennützige Interessen, die allerdings nicht gegen die Interessen von Familien abgewogen werden dürfen, sondern es sollten Kompromisse gesucht werden, denn nur so kann ein Zusammenleben funktionieren.

Vielleicht stört manchen ja auch die Oma oder der Opa, die mit ihren Rollatoren den Gehweg versperren oder die gesammelte Rentnerschar, die sich gerade dann zum Einkaufen schleppt, wenn man nach der Arbeit noch schnell was für die Familie einkaufen muss und kostbare Zeit stiehlt, die man mit den Kindern verbringen könnte. Liebe Rentner und Senioren, die ihr doch so sehr für eure Ruhe kämpft, plädiert doch einfach für den Bau von Seniorenwohnanlagen auf dem Land, auf der grünen Wiese oder am besten noch in Gewerbegebieten, denn da ist es häufig ruhiger, als in Mischwohngebieten oder in der Stadt. Geht doch dahin, wo der Pfeffer wächst oder siedelt euch direkt in der Nähe von Friedhöfen an, denn da ist die Totenruhe schon fester Bestandteil des Zusammenlebens. Der alte Witz, dass Rentner ab 65 Jahren per Gesetz über die rote Ampel gehen müssen, macht mir langsam richtig Spaß, nicht nur mit einem Grinsen zu erzählen, sondern ihm evtl. auch ernsthaften Nachdruck zu verleihen. Eure schrägen, bösen Blicke und abfälligen Bemerkungen gegenüber Familien mit Kindern in Restaurants nerven, wenn es am Nachbartisch mal wieder etwas lauter zugeht. Euer Geschmatze nervt, wenn euer Gebiss mal wieder nicht richtig sitzt oder euer lautes Gerede, weil ihr nicht mehr so gut hört tötet unseren letzten seniorenfreundlichen Nerv.

Geht ganz einfach dort hin, wo ihr eure Ruhe habt, aber eines sollte euch klar sein: Familien mit Kindern brauchen euch nicht, aber ihr werdet sie brauchen, denn Kinder sind noch immer unsere Zukunft, ihr seid Vergangenheit. Überlegt euch gut, dass ihr irgendwann mal die Kinder braucht, wenn ihr richtig alt, gebrechlich seid und in Pflegeheimen bzw. Krankenhäusern landet. Vielleicht sagen dann die ehemaligen Kinder: Nein, euch wischen wir nicht den Hintern ab und füttern euch nicht….

Ich wünsche es keinem und solch eine Diskussion bringt uns auch nicht weiter. Aber solche Äußerungen, wie die von Herrn Kuckart bringen uns, die Gesellschaft nicht weiter, die eine Gemeinschaft von Jungen und Alten sein sollte. Aber zum Glück gibt es auch andere Senioren, die sich arrangieren, die Spaß an und mit Kindern haben. Die dankbar sind, wenn Familien mit Kindern in ihrer Nähe sind, die ihnen manchmal helfen, wenn die eigene Kraft nicht mehr reicht, um bestimmte Dinge zu erledigen. Die älteren Menschen, die gerne in Kindergärten und Schulen gehen, um den Kinder vorzulesen oder ihre Geschichten des Lebens zu erzählen. Auf diese Senioren sollten wir bauen, sie sind weniger geworden, aber es gibt sie. Die Alten die Kinderlärm mit den Geräuschimmissionen von Presslufthämmern und Autos vergleichen, sie sollten gehen, gehen auf die oben beschriebene grüne Wiese, weit weg aus der Stadt, denn wir brauchen euch nicht, aber vielleicht….

In diesem Sinne wünsche ich noch einen LärmImmissionsgeschützten Tag
Euer Karl Keule
KeulenKalle©

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Eine Antwort zu “Ich reg mich uff…über SeniorenCDemenzUnion usw.

  1. Chris 10. Februar 2011 um 20:57

    Laermimmission Kind?
    Vielleicht sollten die entsprechenden Dam- und Herrschaftlichkeiten – um nicht zu schreiben: Daemlich und Beharrlichkeiten – zuerst einmal an einem Laermschutz gegenuber sich selbst arbeiten. Unterstuetzt werden jedoch genau diese Personen nicht ausschließlich durch Senioren sondern durch den typische ‚Durchschnittsbuerger‘, der Morgens aufsteht, Mittags (um 12 Uhr) sein Mittagessen zu haben pflegt, Nachmittags puenktlich um 15 Uhr auf sein Kaffee- und Kuchen besteht und Punkt 18 Uhr sein Abendessen haben muss, da ansonsten der Tag gelaufen ist.

    Genau dieser, zwischen 26 und 45 Jahre alt, besteht darauf bei geoeffnetem Fenster seinen Spaß mit wechselnden Lebensabschnittsgefaehrtinnen haben zu duerfen, die mit ihm im Wechsel lauthals in Richtung einer Kinderbetreuung der Wohnungsgesellschaft zu belauschen ist, was allerdings offensichtlich weniger stoert als Kinder, die zwischen 09- und 15 Uhr auf dafuer vorgesehenen Flaechen unter Betreuung spielen.

    Und Hunde? – Ja Hunde gehen schon gar nicht! – Ebenso wie Papageien gehoeren diese „Drecksviecher“ erschossen, verbrannt, ertraenkt oder sonst irgendwas, aber bloß nicht in eine Wohnung! Die sind in etwa genauso schlimm wie Kinder! Die machen auch nur rund um die Uhr Laerm und sind zu nichts nuetze!

    Da hilft doch nur eins:
    Wir gruenden eine Initiative, traben mit einer Unterschriftenliste gegen Haustiere (egal ob zwei- oder Vierbeinig) von Tuer zu Tuer und sammeln Unterschriften gegen beides.
    Das klappt NIE? – Das klappt DOCH! – Einen halben Tag spaeter haben wir bereits 80 Unterschriften, und wenn wir so weiter machen haben wir bald die notwendigen 5.000, damit das laestige Ungeziefer endlich aus unseren Haeusern und Wohnblocks verschwunden ist.

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