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satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Elfriede Scheuerkorn Vol. 1 „Elfriede im SPA-Tempel oder: Nie wieder Gewinnspiele!“

Liebe Gemeinde, ich freue mich über eine neue Autorin in meinem Blog, die in loser Reihenfolge euch an ihrem bunten Leben teilhaben läßt:

ELFRIEDE SCHEUERKORN

Tach Freunde der Keule,

Leck mich am Arsch, kaum hat dat Jahr angefangen, da kann dat meinetwegen auch direkt wieder aufhören, glaubste…
Et is doch jetz‘ dieses neue Einkaufszenter bei uns inne Gegend, da wo sonst immer der Laden vonne Guste Powalski gewesen is‘. Den ham‘ se ja mitte Walze plattgemacht, weil et Guste guckt sich ja seit letztes Jahr dat Gras von unten an…wat weiss ich, jedenfalls ham se alle gesacht, datt se wat mit’n Herz hatte…aber ich glaub dat ja nich, Kerl, die war ja heimlich immer sowat von am saufen, und ganz schlümm waret, wenn die Könichsblauen den Kasten vollgekricht ham. Leck‘ mich am Arsch, dann war die Olle sowat von dicht, datt se Montachs ihr’n Laden immer erst mittachs aufgemacht hat. Jedenfalls waren se da dat ganze letzte Jahr so’n Supermarkt am bauen, und jetz muss ich immer für meine Gebrauchsgüter in diesen Glitzerschuppen, in „SPARmarkt“, da wo de fast Augenkrebs kriechst, weil die da so’ne grelle Beleuchtung anne Decke haben!
So, worauf will ich denn jetz drauf hinaus? Ich neulich da rein, da werd‘ ich direkt anne Schiebetür von sonne Blondine mitte Käsehaube abgefangen: „Meine Dame, darf ich ihnen unsere neue Sepzialität aus Holland anbieten, sie können auch was gewinnen?“ Hä, dacht ‚ ich, Friedsche, jetz‘ hängste drin! Dat einzige, watt ich in dem Moment gewinnen wollte, war Land, abba da hatt mir diese Käse-Uschi auch schon ’n Zettel un‘ Kulli inne Hand gedrückt! Nä, Kerl, ich war sowat von aufgeregt, datt ich dat Dingen ausgefüllt hab‘ und dann nix wie ab durche Mitte hintere Wurstregale!
3 Wochen später, ich waret mir gerade mit’n Käffchen auffe Schäselong am gemütlich machen, bimmelt dat Tellefon! „Tach Frau Scheuerkorn, sie haben gewonnen!“ Ich sach: „Ach so, watt denn? Die Erkenntnis, namittachs nich mehr an Tellefon zu gehen, oder watt?“ – Ein Verwöhnprogramm im Spa. Ich sach‘:“ Hömma‘, Sportsfreund, Verwöhnprogramm war in vollem Gange, biste mich mit deinem dämlichen Gebimmel vonne Schäselong geholt hast! Und watt soll ich im Spar, hömma‘? Brot brauch ich keins, und Bier habbich auch noch genuch auffe Hütte.“ –
Dat war woll abba nur’n Missverständnis, jedenfalls hatt ich dann ’n Wochenende in so’nner Wellness-Oase anner Backe; die Könichsblauen hatten eh spielfrei, da ging datt. Leck mich am Arsch, dat is ja wie inner annere Welt! Geh‘ mir wech mit diese Thai-Massage, hömma‘, da verdreh’n sie dir die Knochen um 180°, wenn ich ’n Kerl wäre, hätt‘ ich mir hinterher wahrscheinlich selber einen blasen können, näää, dat war nix! Ich wollte dann direkt inne Sauna, abba datt war genau so’ne Kacke, leck mich am Arsch, rappelvoll mit diese ganze Nackten, datt brauch‘ doch nu echt keine Sau…hömma‘, ich bin doch nich bescheuert und hock‘ mich da in so’nne Bazillenbude. So, dacht‘ ich, Friedsche, watt nu? Warm und blubbernd, so wie im Darm, datt wär‘ datt richtige! Ich also lecker ab in Würlpuhl! Erst kam ich mir ’n bisken vor wie ’ne Brühwurst, abba Alter, is‘ dat geil, leck mich am Arsch, dat is als wie wennde in Planschbecken sitz‘ un‘ Blähungen has‘!!
Weisste, ich jedenfalls war gerade dabei, mich in dat ganze Gedöns einzugewöhnen und wurd‘ auch langsam bräsig inne Birne, da kam so’n tubengebräunter Bademeister, der den ihren Leitspruch mitte Entspannung woll noch nich so verinnerlicht hatte, auf mich zu, zoch mich auss’m Becken, war watt von wegen „Ärgernis“ und „Peinlichkeiten“ am rumfaseln (dabei fand ich datt mitte Sauna ja nu‘ nich so schlimm…?!) und buxierte mich inne Kabine. Dat waret dann mitten Reläxing, ich hatte sowat von die Schnauze voll, meine Plunn‘ gerafft und ab zur Bushaltestelle, direkt mitte 56 nix wie ab nach Hause.
Hömma‘, dann geh ich doch lieber wieder in SPAR, da riecht dat zwar nich so gut, abba da schmeisst mich wenichstens keiner raus – und furzen kann ich da auch wann ich will!

Eure Elfriede Scheuerkorn

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2 Antworten zu “Elfriede Scheuerkorn Vol. 1 „Elfriede im SPA-Tempel oder: Nie wieder Gewinnspiele!“

  1. Sophia 27. Januar 2011 um 21:18

    ey hömma´ – saugenialer text !

  2. Raoul 27. Januar 2011 um 11:34

    Genial, ich bin begeisert. Mach mich gleich ein hier 😉

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