Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Der Mensch denkt und Gott lenkt…

Tja liebe Hausmeistergemeinde,

das muss sich wohl auch Frau Bischöfin Käßmann gedacht, als sie sich vom heiligen Geist reiten ließ und besoffen ins Auto stieg.

Aber vielleicht hat sie ja auch gar nicht nachgedacht, denn sind wir doch mal ehrlich, wer schon einmal betrunken ein Auto gelenkt hat, hat sich im Vorfeld keine Gedanken über sein Handeln gemacht, denn sonst hätte er es ja unterlassen.

Ja, Frau Bischöfin hat zu tief ins Glas geschaut, sie hat den heiligen Geist mit dem flüssigen hochprozentigen Geist verwechselt, aber sie steht dazu und ist über ihr Handeln erschrocken, sagt sie zumindest und ihre Tat ist durch nichts zu rechtfertigen.

Sie wird ihre Strafe erhalten und ich bin mir sicher, wenn sich einer wirklich über sein menschliches Handeln richtig ärgert, dann ist es in diesen Tagen Frau Käßmann.

Sei es ihr doch gegönnt, wenn noch etwas vom letzten Abendmahle an Wein oder sonstigen Alkoholika übriggeblieben ist, nur fahren hätte sie nicht mehr dürfen. Gut einem katholischen Bischof hätte dieser Fehltritt natürlich nie passieren können, denn die haben entweder einen Chauffeur oder sind viel zu alt um ein Auto zu lenken. Aber davon mal abgesehen, ich als Katholik kann über die 1,54 Promille von Frau Käßmann doch nur müde lächeln und hätte gerade heutzutage lieber einen besoffenen Bischof oder Kardinal in der Öffentlichkeit, als diese ganzen pädophilen Priester, die täglich immer mehr ans Tageslicht kommen.

Frau Käßmann hat gesoffen, das stimmt und so was ist für eine Führungsperson, die in der Öffentlichkeit steht nie gut und schwer zu akzeptieren. Ich höre jetzt schon wieder alle Scheinheiligen und Besserwisser schreien, die nicht mit Steinen aus ihren Glashäusern werfen sollten: „Frau Käßmann muss zurücktreten, das Enfant Terrible der evangelischen Kirche hat wieder zugeschlagen, Wasser predigen und Wein saufen…“. Das werden die Argumente sein, die Frau Käßmann zum Rücktritt auffordern werden. Und zu allem Unglück ist Frau Käßmann auch noch eine Frau, huch eine Frau entwürdigt einmal mehr ihr Amt und ihre Kirche, auch diese Worte werden so oder in anderer Form fallen.

Alle haben ja recht, die der Bischöfin ein Fehlverhalten vorwerfen und zum Glück ist ja nichts Schlimmeres passiert. Aber wer ein ordentliches Halleluja singen möchte, muss halt manchmal ganz einfach zu unkonventionellen Lösungen greifen und einen über den Durst bechern, er/sie sollte nur nicht, sondern darf kein Auto mehr fahren…

Ich meine scheinheilig, mir wäre das natürlich bestimmt nicht passiert, denn ich hätte mit 1,54 Promille mein Auto gar nicht mehr gefunden.

Jetzt lassen wir doch mal schön gelassen die vielzitierte Kirche im Dorf:
Frau Bischöfin hat richtigen Mist gebaut, hat sich einen geballert und ist erwischt worden bei ihrer Alkoholfahrt, bei der hätte noch viel mehr passieren können, als eine rote Ampel zu überfahren. Hätte sie nicht machen sollen, ist auch jedem klar. Sie streitet jedoch nichts ab und beschönigt auch nichts, wird sich ihrer irdischen Strafe und den rechtlichen Konsequenzen stellen.

Und alles andere ist ihre Sache…denn es gibt auch bei einer Vertreterin der Kirche noch so was wie eine Privatsphäre.

Geschichte SaufBischöfin beendet, Akte Käßmann geschlossen…Frau Käßmann ist halt auch nur ein Mensch…und wer frei von Schuld ist werfe ruhig den ersten Stein.

Nur noch ein Hinweis: nach der Predigt heißt es Amen und nicht Prost…wie auch immer, der Autoschlüssel sollte in der Tasche bleiben.

Ich wünsch noch einen hausmeisterlichen himbeergeistigen Tag…
Karl Keule
„KeulenKalle©“

P.S. am 24.02.2010 Rücktritt Käßmann

So schnell geht das liebe erstaunte Hausmeistergemeinde, also bei einer Frau geht das so schnell…Frau Käßmann ist von allen Ämtern zurückgetreten und übernimmt die Verantwortung für ihr Handeln. Das hätte es bei einem Mann in solch einer hohen Postition nicht gegeben. Es gibt ja sogar Politiker, die haben ein Menschenleben auf dem Gewissen und bleiben noch monatelang im Amt. Von anderen straffälligen Geschlechtsgenossen ganz zu schweigen. Frau Käßmann ich ziehe meinen nicht vorhandenen Hut vor ihnen und bedauere ihren Rücktritt sehr, kann es aber nachvollziehen, den ihr Gewissen läßt ihnen keine andere Wahl, da ich denke verdammt unbestechlich. Und der Rückhalt der Ratsherren der EKD war mehr als dünn und sehr, sehr fadenscheinig…Ich hoffe Frau Käßmann wird sich weiterhin stark in aktuelle Themen einmischen.

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8 Antworten zu “Der Mensch denkt und Gott lenkt…

  1. Karl Keule 25. Februar 2010 um 08:37

    Ich bedanke mich für eure Kommentare zu dem Thema….

  2. Rainer Grauer 24. Februar 2010 um 21:17

    Rainer Grauer
    78052 Villingen-Schwenningen
    r.grauer@email.de

    Die Bischöfin, Frau Käßmann hat einen Fehler gemacht den Sie zu tiefst bereut. Was sie veranlasst hat ihre Rolle als Vorbildfunktion kurzfristig zu verlassen, kann nur sie selbst wissen. Ihr ist hoch anzurechnen, dass sie die Konsequenzen zieht und zurücktritt.

    Frau Käßmann ist keine Heilige, will keine sein und hat gegen von Menschen gemachte Gesetze, die für alle Menschen gleich gelten, verstoßen. Dafür muß sie die srafrechtliche Konsequenz tragen.

    Ein vorbildhaftes Verhalten der Kirchen-Menschen, die was zu sagen haben, wäre, wenn Sie Jesus folgen würden und Sie bitten würden, zu bleiben „Geh hin und sündige nicht mehr!“….Wir sind noch nicht im Paradies, wir sind immer noch Menschen… und Menschen machen Fehler… menschliche Größe wäre, diese Fehler zu verzeihen…. Vergebung der Sünden.. nicht nur von Gott, sondern auch von Menschen untereinander… Die Chance des Bereuens und des Neubeginns geben….
    und offen und ehrlich zu sein….
    wir haben keine bessere… bitte bleiben Sie und setzen ihre christlich geprägten Vorstellungen um…wir stehn hinter Ihnen und begleiten Sie auf ihrem Weg… seien Sie weiterhin authentischer Mensch mit Ecken und Kanten und seien Sie Nachfolgerin von Jesus, in dem Sie seine (r)evolutionären Gedanken (ich denke dabei hauptsächliche an die Bergpredigt) in die heutige Sprache und heutige notwendige Verhaltensmuster übersetzen… Jesus ist aktueller denn je… Die Zeit ist entfernter von seinen rettenden Konzepten als je zuvor… Frau Käßmann kann diesen Teufelskreis durchbrechen, in dem sie möglichst viele Menschen (Christen und Nicht-Christen) durch glaubhafte Überzeugungsarbeit aktiviert.
    ich bin dabei.

    Rainer Grauer

  3. sturmhoehe25 24. Februar 2010 um 19:01

    Ich habe nichts gegen DIESE Auffassung der Fastenzeit. Einfach mal das Weglassen weglassen. Ziehe meinen Hut vor Frau Käßmann und vor Ihnen, Herr Keule, wegen des schönen Artikels.

  4. kuddels 24. Februar 2010 um 11:06

    Sie blickt gradeaus und steht dazu!!!!Wenn ich die andere Sippe sehe,die sich alle wie getretene Würmer benehmen und diese ganzen Verfehlungen totreden wollen,kriege ich das Kotzen!!
    Alleine wenn ich diese verlogenen Inhalte der schwarzen Kutten sehe,die sich an den ärmsten Menschen bereichern,kommt mir die Frau Käßmann wie ein Engel vor.Auch ein Engel kann mal stolpern!!!!

  5. herberthansen 23. Februar 2010 um 21:58

    Wieviel Messen darf Frau in der Fastenzeit an Sonntagen lesen ? Es wird vermutet das es sich bei der Messwein Abfüllung um eine 2010er Nachlese des Berliner Gutenberg handelt, die für einen eleganten Abgang bekannt sein soll!

    🙂 mähhh

  6. Charlott 23. Februar 2010 um 21:17

    Dieser KeulenDarstellung – kann man schlichtweg nur zustimmen ! Und hoffen, dass sich anderweitig ähnliche Meinungsfinder breit machen.

  7. gernodgammler 23. Februar 2010 um 18:58

    Mir aus der Seele geschrieben, sie ist Mensch und macht Fehler, und vor allem sie steht dazu!

  8. theolounge 23. Februar 2010 um 13:24

    Ganz guter Artikel, finde ich….ich denke, wenn man das Ganze konstruktiv angeht, kann es durchaus bewirken, dass die Kirche den Menschen näher kommt: es sind Menschen wie Du und ich, die dort eben auch mal Fehler machen….christlich wäre es nun, im Sinne Jesu damit umzugehen: Geh hin und sündige fortan nicht mehr.

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