Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Verarsche auf amerikanische Art…

Hallo liebe Opel solidarische Hausmeistergemeinde,

„Nur Fliegen ist schöner.“

So lautete der Werbespruch aus dem Jahre 1970 der Adam Opel AG für das Modell Opel GT und erlebt mit der heutigen Ankündigung von GM Opel nicht abzugeben ironischerweise seine traurige Renaissance.

In naher Zukunft werden viele Opelaner fliegen, nur nicht in den wohlverdienten Jahresurlaub, sondern sie werden ihre Kündigungen im Rahmen der geplanten Opel-Sanierung durch GM von der Personalabteilung erhalten.

Keulenmäßig nenne ich das, ganz große WirtschaftsVerarsche, was jetzt von GM im Schilde geführt wird. Die Gülle stinkt ganz gewaltig.

Natürlich ist das große Ziel von GM ganz klar:
auf ganz unelegante Weise will sich GM von einem großen Konkurrenten in Europa entledigen.

Von Opel wird nicht mehr viel übrig bleiben oder die noch schlimmere Variante: Opel wird es schon bald gar nicht mehr geben. War man doch in Deutschland zu blauäugig, als man sich den schönen Plan der Übernahme durch Magna ausdachte und GM vertraute. Und jetzt sind natürlich alle betroffen, wütend und sauer, vom einfachen Fließbandarbeiter bis hin zum hohen Regierungsverantwortlichen.

Quo vadis Opel? Man darf ängstlich gespannt in die Zukunft blicken, der Ausverkauf von Opel hat mit dem heutigen Tage begonnen.

Wie lange will sich Deutschland noch von ausländischen Unternehmen an der Nase herumführen lassen? Ist Opel doch nicht der erste Fall, schauen wir mal auf den Fall Nokia zurück, wo der deutsche Arbeitnehmer gewaltig verarscht wurde.

In diesem Sinne noch einen hausmeisterlichen Tag

Karl Keule©
„KeulenKalle©“

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3 Antworten zu “Verarsche auf amerikanische Art…

  1. Frank Schenk 10. November 2009 um 17:01

    Hallo lieber Keulenkalle,

    leider schreibst du da ziemlichen Blödsinn 🙂

    Opel ist kein Konkurrent, GM will Opel auch nicht loswerden (das wurde nur vorgetäuscht, um Geld zu bekommen) und Opel ist inzwischen zu großen Teilen eine sehr moderne Marke mit sehr modernen Werken. Lässt sich alleine daran erkennen, daß in den letzten 20 Jahren bereits mehr als 50% der Belegschaft wegrationalisiert wurden, große Teile der Fertigung wurden ins Ausland oder doch zumindestens aus dem Werk heraus verlagert, Lean Production führte GM bei Opel als allererster ein und war bei all den modernen Techniken etc. ziemlich vorne. Auch hat Opel für GM lange sehr viel Geld eingebracht.

    Leider erlebt man sowohl von Politikern als auch im Web (so wie auch von dir), daß ungemein viel Blödsinn erzählt wird über Opel und GM. GM ist in den USA viel zu wichtig, um die Firma trotz Mißmanagement gegen die Wand fahren zu lassen und Opel ist zu wertvoll, um es für ein paar hundert Millionen an irgendeinen österreichischen Schrauber zu verticken. Alleine die Rechte an der Marke dürften mehr Wert sein als komplett Magna. Das weiß auch GM. Das hausinterne verschachern der Patente von Opel an GM war wohl Teil des Schadensbegrenzungsplanes – denn die Patente sind extrem wertvoll und so wurde auf diese Weise eine schnelle Abwicklung des Deals elegant verhindert.

    Die deutsche Politik spielte in GMs Meisterstück die Rolle des Pausenclowns denn kein GM-Manager lässt sich von einer deutschen Regierung was sagen. Wer das glaubt, glaubt auch, daß Angie Einfluss in den USA hat – in Wirklichkeit ist es natürlich anders herum.

    Natürlich wird Opel auch weiterhin Sparkurs fahren und die Erfüllungsgehilfen Betriebsräte + Gewerkschaft werden weiterhin gute Miene zum bösen Spiel machen. Die Demonstration gegen den Nichtverkauf ist auch nur wieder Augenwischerei gewesen.

    gruß

  2. pikolaus 5. November 2009 um 15:15

    Ich kann mich noch Herrn Guttenberg erinnern: er hielt eine geplante Insolvenz schon vor Monaten für die bessere Lösung. Wer amerikanische Verhandlungstaktiken kennt, ist nicht wirklich überrascht.
    Mein Kommentar in meinem Blog:
    Ich will gerne mal schlaumeierisch sein: das war doch von vornherein klar. Staatsknete einsammeln, im eigenen Unternehmen zur Sanierung verwenden, Zugeständnisse von Mitarbeitern und Politikern einfordern und wenn man alles hat, ‘überraschenderweise’ eine andere als in Aussicht gestellte Entscheidung fällen. Und dann den Betrieb in die Insolvenz drücken, um die Sanierungspläne mit noch mehr Staats- und somit Bürgergeldern durchzuführen.

    Yes, we can! Gemeinsam mit Politikern, die die angeblich geglückte Sanierung von OPEL lediglich als Wahlversprechen missbrauchten und nun entsetzlich empört sind.

  3. Rainman 5. November 2009 um 12:44

    Blödsinn! GM braucht Opel jetzt mher denn je, Opel ist kein GM-Konkurrent, sondern teil des Konzerns. Hier ist das Kopaktwagen-Know-How, was die Amis jetzt dringend brauchen. Glaubt jemand ernsthaft, die Russen (die hinter Magna stehen) hätten langfristig Opel-Standorte und -Arbeitsplätze gesichert? Erst unter Magna wäre Opel zum zweiten Nokia geworden: Kohle kassieren, etwas warten, dann abhauen! Lieber jetzt Schmerzen und dann Ruhe, als erstmal Ruhe und dann die Schmerzen!

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