Karl Keules Welt©-DAS etWas andere Satire BLOG

satirisch, nachdenklich, ehrlich, manchmal häufig politisch und sprachlich unkorrekt!

Das Internet-Manifest – was für ein fades Fest…

Liebe manifestierte hausmeisterliche Internetgemeinde,

zuerst dachte ich ja, ich hätte den Hinweis auf eine neue Satireseite im Netz bekommen: das Internet-Manifest. Doch dann las ich die siebzehn Thesen, die nach lutherischer Art in das Internet genagelt wurden und war nicht amüsiert, da diese Thesen noch nicht einmal als Satirevorlage geeignet sind.

Ein Mani-Fest, was für ein Fest, von Menschen, die das Wort Manifest wohl falsch verstanden haben, aber wohl den Anspruch haben, für eine breite Schicht sprechen zu wollen. Eine neue InternetKaste ist geboren, die Internet-Elite, die der Menschheit mit ihren Thesen zeigen will, wie der neue moderne Journalismus auszusehen hat.

Ich denke so ein Manifest braucht kein Mensch.
Es reicht die Beachtung des Grundgesetzes insbesondere des Artikel 5GG.

Der Internetbenutzer kann / wird auch in Zukunft für sich selbst entscheiden, welche Qualitätsnormen er an die ausgewählten Medien stellt und wird sie nach seinen Bedürfnissen selektieren.

Ganz uneigennützig ist dieses Manifest wohl auch nicht, sieht man sich einmal die Liste der Autoren an. Mit dem Manifest bringen sie sich mal wieder ins Gespräch. Ich nenne das eine geschickt lancierte Selbstvermarktung, um auf das eigene Schaffen aufmerksam zu machen. Könnte aber auch das Gegenteil bewirken, in dem man sich selbst ad absurdum führt und damit der Lächerlichkeit preisgibt. Aber das ist der Elite ja egal.

Und natürlich werden auf dieses Manifest wieder viele Medien springen, die Autoren werden zu Interviews eingeladen usw. und können sich breit über ihre Visionen, die dann doch gar nicht so visionär sind auslassen.

Aber ein kleiner Hinweis, hört nicht auf diese vermeintliche Internet-Elite, das Netz ist viel bunter und vielfältiger in der Meinung, als in dem Manifest dargestellt. Die Thesen sind keine Aussagen, die mich wirklich erstaunen lassen und die Netzwelt erschüttern. Ändern wird sich das Netz in den nächsten Jahren und auch der im Manifest beschriebene Journalismus so oder so, da der Nutzer über die Qualität entscheidet.

Ach ja liebe Autoren These 3 ist der größte Quatsch den ich seit langem gelesen habe: „Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet“. Hallo, aufwachen, kommt mal raus aus eurem Kabuff, das Internet ist nur ein Teil der Gesellschaft, die große Gesellschaft ist viel bunter!  

Es gibt wichtigere Inhalte , über die es sich lohnt zu reden und zu schreiben, als über dieses „Manifest“.

Aber ich führe ja auch nur einen kleinen SatireBlog, der die Internet-Elite wohl nicht versteht.

In diesem Sinne einen hausmeisterlichen ManiFestTag

Karl Keule©

„KeulenKalle©“

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15 Antworten zu “Das Internet-Manifest – was für ein fades Fest…

  1. Leitkultur 11. September 2009 um 11:58

    Lieber @emwede,

    huch, wer kömmt denn da auf Schiefebenen angeschliddert? Ist doch noch gar nicht Winter, dass man sich auf solches Eis begeben müsste, oder?

    Nennen Sie demnach
    eine Leitplanke auch Führerkante?
    einen Leitspruch einen Führerspruch?
    oder gar eine Leiter einen Fürerer?

    Es gibt viele Bretter zu bohren aber die Gefahr einer Verletzung dabei steigt enorm, wenn es das Brett vor dem eigenen Kopf ist! ^^

  2. Karl Keule 11. September 2009 um 11:39

    es gibt Kommentare, die sind positiv in der Kritik, auch wenn die Kritik zu dem Beitrag negativ ist, aber es gibt auch andere.

  3. Leitkultur 10. September 2009 um 11:22

    Und hier auch leider wieder in Michael W. Dietrichs Kommentar klar erkennbar, dass zur Kommunikationskompetenz auch im Web eben nicht nur gehört, dass man weiß, wie das Internet funktioniert! :o)

  4. Mr_Mo56 10. September 2009 um 10:48

    Kommentarpremiere für mich im Hausmeisterstübbche: Grundsätzlich zeigen die Reaktionen auf das so genannte Internet-Manifest ja erst mal eins: Die Autoren haben ein Thema gefunden, über dass sich trefflich kontrovers streiten lässt. Und Thesen, die nicht kontrovers sind, sollten besser gar nicht erst geäußert werden. Insofern hat das Manifest als Diskussionsgrundlage durchaus seine Berechtigung.
    Einverstanden bin ich auch nicht mit allem, was darin steht: Aber wenn ich mal aus eigener Erfahrung berichten darf: Es ist durchaus erschreckend, mit welcher Ablehnung manche Journalisten allem begegnen, was aus dem Netz kommt. Insofern ist es nicht schlecht, denen mit ein paar einfachen Worten zumindest mal klar zu machen, worüber wir hier reden. Nämlich dass das Internet der Gesellschaft die größte Umwälzung seit über 150 Jahren bringt.
    Dass man den Thesen eines Manifests nicht zustimmt, ist für mich kein Grund, das Manifest an sich abzulehnen. Und zu den Verfassern kann man imo stehen wie man will. Aber das hat mit den Inhalten vordergründig nix zu tun.

  5. Dirk 10. September 2009 um 10:41

    „Ich nenne das eine geschickt lancierte Selbstvermarktung, um auf das eigene Schaffen aufmerksam zu machen.“ – Schön gesehen! Ich denke, dass es denen ein wenig an Aufmerksamkeit gefehlt hat – Linkbait nennt man sowas auch, wenn ich mich recht erinnere. Ansonsten kommt da ja auch nicht soo viel spannendes aus dieser Ecke der unterzeichner. Der eine labert und spielt mit T Magenta und die anderen sind mehr oder weniger auf einem Auge ‚blöd‘ (mal von fettes Brot abgeleitet).

  6. Michael W. Dietrich 10. September 2009 um 09:45

    Tja Keule, eins steht FEST: Dein obiger Beitrag ist zumindest deutlich überflüssiger als das „Manifest“. Das was Du hier ablieferst ist keine Satire, nicht durchdacht und dazu falsch.

    „Ich denke so ein Manifest braucht kein Mensch.“

    Tja falsch gedacht!

    Oder: das kommt raus wenn eine Keule denkt!

    ICH brauche das und ich bin ein Mensch! Gegenbeweis erbracht! Oder auch q.e.d.

    Dass außer mir noch zig weitere in Kommentaren „unterschrieben“ haben, dürfte Dich jedes Mal aufs neue widerlegen.

    Schon an dieser Stelle wird es überflüssig den Rest Deines „Beitrages“ zu kommentieren. Ich tu’s trotzdem!

    „Der Internetbenutzer kann / wird auch in Zukunft für sich selbst entscheiden, welche Qualitätsnormen er an die ausgewählten Medien stellt und wird sie nach seinen Bedürfnissen selektieren.“

    Damit zitierst Du das Manifest in Deinen eigenen Worten. Was soll das? wird das jetzt Dein kleines neidisches „Me too“?

    „Ganz uneigennützig ist dieses Manifest wohl auch nicht, sieht man sich einmal die Liste der Autoren an.“

    Wo steht, dass ein Manifest uneigennützig zu sein hat? Charamba, was für ein Nonsens! Ist vielleicht Dein Link hierher in den Kommentaren zum „Manifest“ uneigennützig oder gar nur nützlich?

    „Und natürlich werden auf dieses Manifest wieder viele Medien springen,“

    Ja zum Beispiel „das Internet“ in Deiner Person!!! Merkst Du nicht, wie Du in Deiner „Kritik“ Deine Motive offenbarst: „Warum die und nicht ich?“ Eben deshalb nicht Du, weil die eine Idee hatten und Du nur Sülze verbreitest.

    „Mit dem Manifest bringen sie sich mal wieder ins Gespräch. Ich nenne das eine geschickt lancierte Selbstvermarktung, um auf das eigene Schaffen aufmerksam zu machen.“

    Na und? Was versuchst Du den mit Deinem hier kritisierten Beitrag (und dem Link dazu in den Kommentaren zum „Manifest“)? Hängst Dich an den „fahrenden Zug“ an und kochst Dein Süppchen. Keine eigenen Ideen, Herr Keule, oder wo hapert’s?

    „Könnte aber auch das Gegenteil bewirken, in dem man sich selbst ad absurdum führt und damit der Lächerlichkeit preisgibt. Aber das ist der Elite ja egal.“

    Na Du jedenfalls hast Dich mit Deinem Beitrag zum „Manifest“ der Lächerlichkeit preisgegeben. Und warum sollte das der „Elite“ nicht egal sein, wenn es Dir offenbar egal ist?

    „Und natürlich werden auf dieses Manifest wieder viele Medien springen, die Autoren werden zu Interviews eingeladen usw. und können sich breit über ihre Visionen, die dann doch gar nicht so visionär sind auslassen.“

    Na lieber die, als Leute wie Du, die offenbar nicht nur keine Visionen, sondern nicht mal eigene Ideen haben. Oder wo sind hier in Deiner „Kritik“ des Manifests die Inhalte? Oder um es mit Helmut Schmidt zu sagen „Wer Visionen hat sollte dringend zum Arzt gehen, das ist behandlungsbedürftig“.

    „Ach ja liebe Autoren These 3 ist der größte Quatsch den ich seit langem gelesen habe“

    Da hast Du wohl Deine „Kritik“ zum Manifest nicht gelesen, bevor Du diesen Satz geschrieben hast. Deine „Kritik“ jedenfalls ist ausschließlich Quark und sobald Du sie gelesen hast sicher der größte Quatsch nach dem Manifest, den Du jemals gelesen hast – nicht nur zu Punkt 3.

    „Es gibt wichtigere Inhalte , über die es sich lohnt zu reden und zu schreiben, als über dieses „Manifest“.“

    Ja ok, aber warum schreibst Du dann über das Manifest? Und warum schreibst Du, nicht nur in dieser Kritik nicht einen einzigen wichtigen Inhalt? So ein Müllblog wie Deines jedenfalls hab ich selten gesehen.

    „Aber ich führe ja auch nur einen kleinen SatireBlog, der die Internet-Elite wohl nicht versteht.“

    Bei dem Satz hab ich echt gelacht! Du willst Leuten erklären, was ein Maifest ist? Zitat „Ein Mani-Fest, was für ein Fest, von Menschen, die das Wort Manifest wohl falsch verstanden haben,“

    Du hast ja nicht mal verstanden was Satire ist. Satire ist nicht inhaltsleeres Rumgeätze, wie Deins hier. Satire ist pointiert! Satire ist zugespitzt! Satire ist – Du bist nichts! Außer neidisch vielleicht – ja das bist Du ganz offenbar.

    Selten so gekotzt, wie bei Deinem Blog – Deie Blog-Url kommt bestimmt auf meine „Blocklist“. (Hey der Satz war jetzt Satire – und nicht mal wirklich bemüht, wie bei Dir oder gar gewollt;-)
    Ach ja, als „Hausmeister“ stellt man für gewöhnlich und mit gutem Grund Leute ein, die ein Handwerk erlernt haben. Du hinterlässt hier den Eindruck, dass Du die Volksschule noch nicht abgeschlossen hast, geschweige denn ein Handwerk erlernt.

    • Mr_Mo56 10. September 2009 um 10:53

      Was ich nicht verstehe: Warum es immer noch Leute gibt, die meinen, im Internet seien alle Regeln des gesellschaftlichen Anstands ausgeschaltet? Dieses Rumgeprolle hat leider mit sachlicher Kritik nix zu tun und deshalb kann man es auch nicht wirklich ernst nehmen.
      Ich stelle mir vor, ihr zwei wäret euch zufällig in einer Kneipe begegnet und hättet bei einem Bier über das Internet-Manifest geredet. Würdest du, Michael, den Hausmeister dann auch so attackieren? Denk mal drüber nach.

      • emwede 11. September 2009 um 11:09

        definitiv hätte ich Mr_Mo, denn ich habe mich hier in Ton und Inhalt nur dem Verfasser des ursprünglichen textes angepasst.

        Zensurverfechter (und das sind für mich jene Qualitätsjournalisten, Hausmeister und Blockwarte, die aus purem monetärem Eigennutz mit sogen. Satire die Freiheit des Internet bekämpfen wollen) kriegen von mir immer direkt eins über die zwölf. Ich find das nicht mal prollig – aber Deine „Aufgeregheit“ find ich trollig.

  7. Pingback: Ist das Web die Welt? « Pikolaus' Weltsicht in Text und Bild

  8. Nannuk 9. September 2009 um 20:29

    In der Kürze liegt die Würze. Gut gewürzt Keule. Den Internetjunkies mal den fetten Spiegel vorgehalten, hoffentlich verstehn sies. Ich glaub eher net: Die kochen weiter in ihrer Netsuppe.

  9. stiller 9. September 2009 um 16:15

    „Das Internet ist nur ein Teil der Gesellschaft, die große Gesellschaft ist viel bunter!“

    Wahre Worte. Dabei ist im Internet alles viel leichter. Für einen Suizid braucht man nur zwei Finger. Einer auf ALT, der andere auf F4.

  10. Uli 9. September 2009 um 15:16

    Stimmt. DAS hättest Du mal als Manifest veröffentlichen sollen 😉

    …oder ausdrucken und an den Mainzer Dom nageln!

  11. Dirk Würtz 9. September 2009 um 14:29

    Besser hätte man es nicht sagen können!

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