Hallo liebe wahlverkrampfte Meenzer Wahlgemeinde,
ich wollte es ja eigentlich nicht mehr machen, aber ich kann nicht anders,
Karl Keule muss sich einmischen in den Meenzer OB-Wahlkrampf…
Er hat noch nicht richtig begonnen und schon ist der Meenzer Wahlkrampf um eine Fastnachtsposse reicher.
Ausgangslage:
Begonnen hat die Posse mit diesem
Foto.
auf der Seite der FacebookNutzerin Sabine Flegel (CDU), die Ortsvorsteherin des Stadtteils Gonsenheim ist und kurzzeitig auch mal als OB-Kandidatin der CDU gehandelt wurde.
Das ist aber ein anderes Thema.
Was ist zu sehen?
Ein Auto parkt in einer Ladezone in Mainz, beklebt mit ganz vielen MEs. ME die Initialen des SPD-Kandidaten Michael Ebling für den Mainzer OB-Posten.
Aber auch die mehr als unglückliche ME Kampagne der SPD zur OB-Wahl ist ein anderes Thema.
Also besagtes Auto steht mit einer, so hört man von Seiten der SPD, ordnungsgemäß beantragten und bezahlten Ausnahmegenehmigung der Stadt Mainz auf eben dieser Ladezone. Es parkt dort, wo Otto Normalverbraucher in der Regel von netten Damen und Herren ein Knöllchen wegen Falschparken bekommt.
Okay, alles nur halb so wild, denkt sich die gepflegte Keule, aber natürlich weit gefehlt. Denn wie jeder weiß: einmal ein solches Foto bei FB eingestellt, entwickelt solch eine Geschichte gerade in Wahlkrampfzeiten eine gewisse Eigendynamik.
Sollte man eigentlich wissen, wenn man so in diesen Zeiten im Netz unterwegs ist.
Kommentare über Kommentare werden über das Foto abgelassen, auch noch nicht so schlimm, denke ich, auch wenn so mancher Kommentar geschmacklos ist.
Es wäre bestimmt auch bei einem lustigen FB Gag geblieben, wenn so mancher ein wenig umsichtiger gehandelt hätte.
Also Kommentare über Kommentare bei FB und was passiert?
Der Redakteur Michael Erfurth der LokalMatadorenzeitung aus Mainz mit den großen Buchstaben AZ schreibt einen Kommentar über genau diese Geschichte und packt die große moralische Keule aus.
Könnte ja auch noch ganz lustig sein, nur der Schreiberling stellt in seinem Kommentar eine Behauptung auf, die einfach nicht den Tatsachen entspricht.
In dem Kommentar wird als Urheber der ganzen AutoFotoMisere ein wohl bekannter Mainzer Medienunternehmer Tobias Huch genannt.
Falsch denke ich, einfach nur falsch, da ich die Aufregung um das Foto sehr genau beobachtet hatte, fühlte sich doch auch Herr Ebling dazu veranlasst beim Lokalradio Antenne Mainz Rede und Antwort zu dem Vorfall zu stehen.
Aber im Kommentar der AZ kommt es noch dicker: nicht nur, dass Herr Huch fälschlicherweise als vermeintlicher Urheber geoutet wird, Herr Erfurth fühlt sich auch noch kraft seines Amtes dazu berechtigt, den Bekanntheitsgrad des Beschuldigten zu unterstreichen, in dem er so beiläufig, scheinbar am Rande einen Prozess erwähnt, in dem noch kein Urteil gesprochen ist, an dem Herr Huch vor Gericht beteiligt ist.
Hallo was ist das denn? Ist das die neue unabhängige Kommentarfunktion eines Chefredakteurs einer Lokalzeitung? Was hat bitte der OB-Wahlkrampf in Mainz mit einem Prozess gegen Herrn Huch zu tun, fragt man sich. Geht ja wohl gar nicht!
Herr Huch fühlt sich in diesem Fall in meinen Augen natürlich berechtigt genötigt an die AZ eine Gegendarstellung zu schreiben, die jedoch von der AZ zur Veröffentlichung bis jetzt abgelehnt wird.
Absolutes Fehlverhalten in diesem Fall von diesem LokalPrintMatador und hat nichts mehr mit der in der letzten Zeit viel beschworenen Pressefreiheit zu tun.
Gewohnt war man bei Wahlkrämpfen ja schon so einiges von zur Wahl stehenden und nicht stehenden Politikern, aber diese Dusseligkeit der AZ ist schon ein rechter Hammer! Ich frage mich wirklich, ob man eine solche Berichterstattung und sei es auch nur in der Kommentarfunktion eines Redakteurs gutheißen kann.
Ich denke nein, Note sechs, setzen, Thema verfehlt für diesen Kommentar!!!
In diesem Sinne noch einen wahlverkrampften Tag
Euer
Karl Keule ©
Nachtrag am 19.01.2012, 07:45h:
Heute wurde eine Richtigstellung in der AZ veröffentlicht, gut so, Entspannung kann einkehren, die Urheberschaft des Bildes wurde jetzt richtig dargestellt, Fall abgeschlossen
.





Gude Karl,
es hat nicht nur in Mainz Tradition, schnell mal auf die Pressefreiheit einzukeulen oder sie vermeintlich freikeulen zu wollen. Erfurth mag einen Fehler gemacht haben, doch dann gleich die “unabhängige Kommentarfunktion eines Chefredakteurs” abzusprechen ist harter Stoff. Und Huchs Gegendarstellung ist keine, sondern ein Gegenkommentar, es gibt also keine Verpflichtung auf Veröffentlichung durch die AZ. Ich rate zur Entspannung allenthalben, das schenkt auch die Zeit, sich mit wichtigen Dingen zu befassen, zum Beispiel http://www.schandwerker.de
Herzlichst gegrüßt aus Gonsenheim!
Dein Guido
Geschrieben von Guido | 18. Januar 2012, 14:36Ei gude Guido,
gut die Gegendarstellung hätte bestimmt kürzer sein können und hat Kommentarlänge, sie hätte sich nur auf die zwei Punkte beziehen sollen, die Huch betreffen. Nur ist es ja in der Tat so, dass seitens des AZ-Kommentares die Urheberschaft des Fotos schlichtweg falsch geschildert wird und dann noch gespickt mit in meinen Augen gesehen des Seitenhiebes, in dem das Gerichtsverfahren erwähnt wird. Also nach meinem Verständnis ein grober journalistischer Fehler, der nicht okay ist. Im Übrigen spreche ich dem Chefredakteur in meinem Beitrag nicht die unabhängige Kommentarfunktion ab, die ich sehr wichtig finde, lege aber grossen Wert auf einen Kommentar, der die Tatsachen beleuchtet bzw. kommentiert.
Deinen Link lasse ich in Deinem Kommentar drin, mache es eigentlich aus diversen Gründen nicht mehr, aber er gefällt mir, des sieht net gut aus…Also noch fröhliches und hoffentlich entspanntes Bauen
Viele Grüße aus Laubenum
De Karl
Geschrieben von Karl Keule | 18. Januar 2012, 15:24